Traumhochzeit im Elefantengehege Nele Niemann

Traumhochzeit im Elefantengehege

Hoch in der Luft, unter großen Tieren oder auf einer Picknickdecke: Im Bergischen Land gibt es viele außergewöhnliche Orte, um sich das Ja-Wort zu geben.

Wie jedes Jahr im Frühling sehnen viele Paare den großen Augenblick herbei. Das Ereignis, das als schönster Tag des Lebens in Erinnerung bleiben soll. Doch wie gelingt die perfekte Traumhochzeit? Für viele Paare fängt die Beantwortung dieser Frage mit der Auswahl der richtigen Hochzeitslocation an. Und da hat das Bergische Land – besonders Wuppertal – für jeden Geschmack etwas zu bieten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ja-Wort zwischen Dickhäutern im Elefantengehege des Wuppertaler Zoos? Schon mal ans Ringe tauschen während des gemächlichen Zuckelns eines alten Straßenbahnwagens der Bergischen Museumsbahn in der Kohlfurth gedacht? Oder an einer Verlegung des Standesamts mitten hinein in die Welt der Webstühle im Ronsdorfer Bandwebermuseum?

Diese und viele weitere Möglichkeiten bietet das Standesamt Wuppertal als Ort für die staatlich beglaubigte Eheschließung an. Ambiente-Trauungen nennt man das bei der Stadt. Und diese Art des Heiratens lockt sogar Ehepaare von außerhalb nach Wuppertal. „2013 hatten wir immerhin 199 auswärtige Paare, die extra zum Heiraten in die Stadt gekommen sind", sagt Jochen Siegfried vom Bürgeramt Wuppertal. „Zwei Drittel davon waren Ambiente-Trauungen." Siegfried kennt die Zahlen, denn das Standesamt fällt in seinen Dienstbereich: „Auch von den über 1500 Wuppertaler Hochzeiten wurden mehr als 600 Ehen außerhalb der Standesämter geschlossen", fährt er fort. Die Stadt, das wird schnell klar, verfügt über eine riesige Bandbreite an herrlichen Trau-Orten: Von Schloss Lüntenbeck bis zu den diversen Sälen der Stadthalle, vom Engelshaus bis zur Villa Media am Arrenberg. Dazu gibt es mit dem Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn sogar die laut „Hochzeitsaward 2014" außergewöhnlichste Hochzeitslocation in ganz Deutschland. „Wer verliebt ist, schwebt bekanntlich auf Wolke 7" begründete die Jury ihre Entscheidung.

„Doch man ist in seiner Zeremonie gar nicht unbedingt auf die offizielle Liste des Standesamts angewiesen", sagt Judith Albaum. Die Theologin und ehemalige Pfarrerin betreut als Rednerin freie Trauungen. „Solche Trauungen haben einen großen Vorteil", sagt Albaum. „Die Feiern sind nämlich nicht an formale Eherituale gebunden und können theoretischan einem Ort stattfinden, der gut zur Geschichte des Ehepaares passt." An eine Hochzeit erinnert sich Judith Albaum besonders gut: Als im vergangenen Sommer ein Paar unter der Müngstener Brücke heiraten wollte, bauten Albaum und ihr Team dort kurzerhand einen Blumenkranz und eine Art Ersatzaltar auf. Das Publikum beobachtete die Trauung derweil ganz unkompliziert von Picknickdecken aus, die es auf der ganzen Wiese verteilt hatte. „Es war eine traumhafte Atmosphäre und ein wunderschöner Tag", sagt Albaum. Und eine Hochzeit, die das Paar wohl nie im Leben vergessen wird...

David Fleschen

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