Mirja und Carsten Ace Dahlmann mit Elch Mirja und Carsten Ace Dahlmann mit Elch Fioto: Carsten Ace Dahlmann

Von Åland nach Öland – Faszinierendes Skandinavien

Die Journalistin Mirja Dahlmann und Ehemann Carsten Ace (Fotograf) sind eingefleischte Schweden-Fans. Auch in diesem Jahr begaben sich die beiden wieder auf die Spuren von Elchen und Knäckebrot. Hier ihr Erlebnisbericht.

Aus unserer Oktober-Print-Ausgbe - Wuppertal, 18.10.2018 - „Malerische Wälder, große Seen und niedliche rote Häuschen: Dies sind nur einige Gründe, warum es viele Menschen – so auch uns – im Sommer gen Norden zieht. Doch dieses Jahr gestaltete sich aufgrund der Hitzewelle, die große Gebiete Schwedens betraf, etwas anders. Ursprünglich hatten mein Mann und ich geplant, wieder durch Norrland (den Norden Schwedens) zu reisen, doch die hohe Waldbrandgefahr schreckte uns davon ab.

Einen Teil des Plans behielten wir bei: Ausgestattet mit Rucksack und Proviant machten wir eine Wanderung durch den Skuleskogen Nationalpark. Leider waren auch hier die Folgen der großen Hitze sichtbar. Der im letzten Jahr munter sprudelnde Wasserfall war nur ein Rinnsal, das Moor, das uns 2017 nasse Füße beschert hatte, war nur noch halb so groß und strafte Leugner des Klimawandels Lügen.

Dennoch war die Tour ein herausforderndes und schönes Erlebnis und wir wurden mit einer großartigen Aussicht über die Ostsee belohnt. Der Nationalpark war der nördlichste Punkt unserer Reise. Danach wollten wir uns zwei Inseln weiter südlich zuwenden, die wir zuvor noch nicht besucht hatten: Åland und Öland.

Wenn man es genau nimmt, ist das zu Finnland gehörende Åland keine einzelne Insel, sondern eine aus 6.700 Inseln bestehende Region, die von Kapelskär mit der Fähre zu erreichen ist. Besonders fasziniert hat uns der Umstand, dass dort schwedisch gesprochen wird und die Kultur eher schwedisch geprägt ist.

Wir übernachteten in einer Hütte an einem See und haben es besonders genossen, dass Åland nicht von Touristen überrannt ist. Interessant war es, Schloss Kastelholm zu besichtigen und in Geta – im Norden von Åland - eine malerische Aussicht zu genießen. Dort besteht auch die Möglichkeit, einen steinigen Pfad Richtung Küste zu wandern. Wir wollen auf jeden Fall wiederkommen.

Bekannter ist die Insel Öland – besonders für ihre zahlreichen Windmühlen. Hier befindet sich Solliden, die Sommerresidenz des schwedischen Königshauses und Schloss Borgholm. Typisch für die Insel ist die Artenvielfalt, besonders aus der Welt der Vögel.

Wir mussten sehr vorsichtig fahren, um tieffliegenden Schwalben und einmal sogar
einer Wachtelfamilie auszuweichen. Im Süden der Insel fuhren wir an freilaufenden Schafen und Rindern vorbei, um uns danach in Naturrum über verschiedene Vogelarten zu informieren.

Durch Ferngläser konnten wir Schwäne, andere Seevögel aber auch Robben beobachten. Große Freude hatten wir am Gräberfeld Gettlinge, das rund zwei Kilometer lang ist und wo man Menhire und Schiffssetzungen betrachten kann.

In der Nähe befindet sich das Stora Alvaret, ein steppenartiges Agrargebiet auf Kalksteinboden, das seit dem Jahre 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Zu unseren Favoriten gehörte auch der Trollwald im Norden der Insel.

Dieser hat seinen Namen durch die eigenartig geformten Eichen, die durch den Wind der Ostsee geformt wurden. Auch diesen Ort werden wir in den nächsten Jahren sicherlich wieder besuchen und empfehlen es den Lesern, es uns gleich zu tun.“

Text: Mirja Dahlmann

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