Tue Gutes und rede darüber Grafik: Benedikt Bergenthal

Tue Gutes und rede darüber

Der Event-Marketing-Experte Vok Dams bezieht in seiner Kolumne "Denkanstöße aus dem ATELIERHAUS" wie immer klar Stellung: Tue Gutes und rede darüber: „Der Wurm ist drin – endlich?“

Aus unserer August-Print-Ausgabe - Wuppertal, 04.08.2018 - Dass sich in Wuppertal etwas tut, weiß inzwischen jeder. Spätestens, wenn er in der Stadt im Stau steht, die Baustelle vor der Haustüre nicht fertig wird, der Bahnhof nicht erreichbar ist (Vergangenheit?) oder wieder eines unserer Traditionsgeschäfte in der Innenstadt endgültig dicht macht.

Dass sich in Wuppertal etwas tut, ist auch überregional ein Thema. Spätestens, wenn die Kultur ins Spiel kommt. Sei es die Absage der großen Ausstellung „Aufbruch in die Freiheit“ im Von der Heydt-Museum, mit der die erfolgreiche Ära des Museumsdirektors Dr. Gerhard Finkh grandios abgeschlossen werden sollte, oder die geräuschvolle Kündigung von Adolphe Binder, die als Intendantin des Pina Bausch Tanztheaters bundesweit für Schlagzeilen sorgte und Lothar Leuschen von der Westdeutschen Zeitung (WZ 20.07.18) zu dem Kommentar veranlasste: „Kulturbetriebe vergeben Schleudersitze. Kamioka, von Treskow, Weigand, Abbrederis, Binder – an Wuppertals Bühnen ist der personelle Kehraus mehr Regel als Ausnahme.“

Die auswärtigen Kommentare waren da noch weniger zurückhaltend und sprachen von „Intrigen ruinieren Tanztheater“ (Welt) oder dem „Scherbentanz in Wuppertal“ (Deutschlandfunk).

Schlagzeilen, die selbst bei den Wuppertal Botschaftern für Verwirrung sorgten und das Thema Krisenkommunikation in die Diskussion brachten.

Die Wuppertal Botschafter kennen Sie. Oder Sie können sie kennen lernen. Durch einen Blick auf die Homepage der Wuppertal Marketing GmbH.

Es sind Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft, die sich verpflichtet haben, konkrete Maßnahmen zu unterstützen, die Wuppertal stärken und weiterbringen.

Krisenkommunikation ist etwas anderes.

„Krisenkommunikation umfasst (nach Wikipedia) alle Maßnahmen zur kommunikativen Vermeidung (potenzielle Krisenphase), Früherkennung (latente Krisenphase), Bewältigung (akute Krisenphase) und Nachbereitung (Nach-Krisenphase) von Krisensituationen.“

Also nicht ganz einfach. Es gibt – eben weil es nicht ganz einfach ist – Kommunikationsunternehmen (PR-Agenturen), die sich auf eine professionelle Kommunikation von Krisensituationen spezialisiert haben.

Aber dazu bedarf es einer frühen Erkenntnis, eines klaren Plans und einer offenen Kommunikation, die Ereignisse sachlich bewerten und in den richtigen Zusammenhang stellen.

Wenn diese Elemente fehlen, fällt es selbst Wuppertal Botschaftern schwer, derartige Ereignisse unbeschwert zu kommentieren.

Wie erfreulich ist es da, wenn Jörn Koldehoff von der Wuppertaler Rundschau (18.07.18) in einem Kommentar „ein neues altes Markenzeichen der Stadt Wuppertal entdeckt“ und titelt „Der Wurm ist drin – endlich!“.

Gemeint ist der sogenannte „Wupperwurm“, ein identitätsstiftendes Logo der Stadt Wuppertal. Ein stilisierter Fluss mit Schwebebahn, der mit Aufklebern „Wuppertal grüßt aus dem Bergischen Land“ weltweit erfrischende und positiv besetzte Assoziationen zu Wuppertal vermittelte.

Wiederentdeckt hat er dieses Logo auf der neugestalteten Homepage der Stadt Wuppertal www.wuppertal.de, der er mit Recht (und nicht nur wegen des WupperWurms) uneingeschränktes Lob zollt.

Ein erster Schritt zurück zum viel geforderten „ureigenen Wuppertaler Erscheinungsbild“ (Corporate Identity) also.

Dass dieses Logo auch das Strategie-Papier „Wuppertal 2025“ ziert, lässt hoffen. Nicht nur die Bestandsaufnahme, auch die Beschreibung der 12 Schlüsselprojekte weist eine Dynamik auf, die begeistern kann.

Zumindest dann, wenn diese Themen auf die Agenda gesetzt und offensiv in die Kommunikation eingebunden werden. Ein Marketing-Konzept ist ja in Vorbereitung.

WOW! WUPPERTAL! kann man da nur sagen.

Diese Begeisterung würde man sich für alle städtischen Aktivitäten wünschen. Die Wiedererkennbarkeit durch das identitätsstiftende Logo, den frischen und übersichtlichen Auftritt der neuen Homepage, die Bestandsaufnahme und den Ausblick des Strategiepapiers Wuppertal 2025.

Wir haben einiges zu sagen. Warum sagen wir es nicht?

Wir sollten das Ansehen Wuppertals nicht von Personaldebatten im Kulturbereich abhängig machen.

(Stadt-)Marken stärken und Themenfelder positiv besetzen hilft auch, in Krisensituationen glaubwürdig zu kommunizieren.

Wir bleiben dabei:

WOW! WUPPERTAL!
Die Erlebnisstadt mit der Schwebebahn.

Ihr Vok Dams

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