„Zu wenig Mut, zu wenig Liebe, zu wenig kreatives Risiko“?

„Zu wenig Mut, zu wenig Liebe, zu wenig kreatives Risiko“? - Die Fragen beantwortet der Event-Marketing-Experte Vok Dams in seiner regelmäßigen Kolumne wie immer in unnachahmlicher Weise.

Aus unserer September-Print-Ausgabe - Wuppertal, 04.09.2017 - Es gibt sie noch – oder wieder, die guten Nachrichten über Wuppertal. Die Frage ist, warum hört man so wenig davon?

Guido Mingels beschäftigt sich in einem SPIEGEL-Artikel (32/2017) unter der Überschrift „Sagen, was gut ist“ mit der Frage, „warum der allgegenwärtige Pessimismus so verführerisch ist“. Dass die Presse daran ihren Anteil hat, verschweigt er nicht. „Die Nachfrage nach bad news (...) ist groß, ist mächtig - und darauf hat sich das Angebot eingestellt: „bad news sells“, so lautet noch immer das wichtigste Gebot nicht nur der Medien (...).“

Dass sich daraus eine politische Dynamik entwickeln kann, ist bekannt. So zitiert er die Autoren Rosenberg und Bornstein mit der Aussage „hat der Journalismus durch seinen permanenten Fokus auf Probleme (...) den Boden bereitet, auf dem Trumps Saat aus Unzufriedenheit und Unbehagen aufgehen konnte.

So sieht er derzeit auch einen Rollenwechsel: „Bis vor Kurzem waren es die Medien, die eine Art Exklusivrecht auf das Überbringen schlechter Botschaften hatten (...). Jetzt sind sie immer öfter damit beschäftigt, die schlechten Botschaften von anderen zu überprüfen – und als Unwahrheiten zu entlarven“.

Soweit die gute Nachricht.
Obwohl für uns als Markenbotschafter und Kommunikations-Spezialisten immer schon andere Gesetzmäßigkeiten galten, konnten wir ohne die öffentliche Wahrnehmung auch mit exzellenten Produkten und positiven Botschaften kaum Erfolg haben. Das Ergebnis ist vielfach in der Rollenteilung klassischer Medien zu beobachten: Die positiven (Produkt)Botschaften gibt es in den Anzeigen, die schlechten Nachrichten in den redaktionellen Beiträgen.

Eine teilweise groteske Diskrepanz, die sich aktuell in den Beiträgen zu dem Dieselskandal und den Anzeigen der Automobilindustrie ausdrückt. Dass die Verbraucher-Interessen und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen dabei auf der Strecke bleiben, sei nur am Rande erwähnt.

Wenn man sich als Wuppertal-Botschafter der „Marke“ WUPPERTAL verschrieben hat, ist man als Insider mit den Stärken des Produktes gut vertraut.
Umso unverständlicher ist es, wenn die positive Einschätzung dieses Produktes in der Wuppertaler Öffentlichkeit noch zu wünschen übrig lässt.

Liegt es an dem „Gemütlichkeitsfuror“, den Nils Minkmar in einem anderen SPIEGEL-Essay (31/2017) als „Das neue Biedermeier (...) in den Zeiten Merkels“ definiert? Mit dem Ergebnis: „Zu wenig Mut, zu wenig Liebe, zu wenig kreatives Risiko“?

Eindeutig nein!
Auch der Letzte hat inzwischen bemerkt, dass sich in unserer Stadt etwas bewegt.
Dass die Stadt im Umbruch, ja im Aufbruch ist.

So berichtet der Kölner Stadtanzeiger darüber, „Wie Wuppertal es geschafft hat, aus der Krise zu kommen“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in einem umfangreichen und sehr positiven Artikel über die Schwebebahn, das Wahrzeichen der Stadt, mit dem Titel „Ein Engel mit Nieten statt Flügeln“.

Kennen Sie die Beiträge? Nein? Schade, eine bessere (kostenlose) Werbung für Wuppertal kann ich mir derzeit nicht vorstellen.

Es gibt in Wuppertal Mut, Liebe und kreatives Risiko. Aber darüber muss gesprochen werden. Und wenn andere darüber sprechen, müssen diese Informationen weitergegeben werden. Vor allem, wenn das Produkt WUPPERTAL von außen positiv bewertet und die Entwicklung als beispielhaft gelobt wird.

Wie wäre es mit einem (Mail)Verteiler, der als Multiplikator alle Stadtbetriebe und die Verwaltung umfasst, die IHK, die WSW, die Sparkasse und WuppertalAktiv, Verbände und Vereine, die sich für Wuppertal engagieren. Mit der Bitte, die Beiträge weiterzuleiten, an Mitarbeiter und Freunde, an Mitglieder und Institutionen. Wer würde sich da verschließen?

Selbst die regionalen Medien könnten in einer Presseschau die auswärtigen Medien zitieren und kommentieren. Good News, mit ein wenig Mut, ein wenig Liebe (zu Wuppertal) und ein wenig kreativem Risiko.

Frischer Wind für die Kommunikation in und über unsere Stadt.
Vielleicht entwickelt sich daraus auch eine politische Dynamik, die uns weiterbringt.

WUPPERTAL, die Erlebnisstadt mit der Schwebebahn.

(www.vokdamsatelierhaus.de)

Ihr Vok Dams

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