Cagri Ermis will Box-Weltmeister werden

Er träumt von Kämpfen gegen deutsche Box-Größen wie Robert Stieglitz und Felix Sturm: Cagri Ermis, amtierender Europameister im Super-Mittelgewicht und vierter der deutschen Rangliste. Dafür vergießt der 31-jährige Deutsch-Türke Tag für Tag im Training jede Menge Schweiß.

Sein Ziel lässt er nicht mehr aus den Augen: „Ich möchte mich hochkämpfen, um gegen Größen wie Sturm antreten zu können", erklärt der gebürtige Wuppertaler.

Um seinen letzten Kampf gab es viel Wirbel. Cagri Ermis verteidigte zwar seinen Europameistertitel erfolgreich gegen Jürgen Doberstein nach Punkten. Doch sein Gegner erkannte das Urteil nicht an und wollte den Kampf annullieren lassen, obwohl Ermis Sieg nach Meinung der Jury eindeutig war. Mal sehen, ob da noch etwas nachkommt.

Mit vierzehn fing Cagri mit dem Boxen an. Seine Mutter schickte ihn zum Fußball, doch statt zu kicken, ließ er lieber heimlich im Ring die Fäuste fliegen. Bereits als Amateur war er erfolgreich, erkämpfte sich mehrere Titel und wechselte dann für einige Jahre zum Kickboxen. „Dort holte ich mir den Europameister- und Weltmeister-Titel", erklärt der 1,76m große Super-Mittelgewichts-Kämpfer. Nach sechs Jahren Kickboxen kehrte Cagri wieder zum ‚normalen' Faustkampf zurück. Mittlerweile ist aus der Leidenschaft sein Beruf geworden. „Ich lebe vom Boxen. So wie andere Arbeiten gehen, fahre ich zum Training", erklärt er ernst.

Mit Leidenschaft und Schweiß an die Spitze

Box-Profi zu sein, das bedeutet harte Arbeit. Um sich auf einen Fight vorzubereiten, trainiert Ermis dreimal am Tag – acht Wochen lang. Außerdem gehört dazu eine strenge Diät, schließlich muss er in seiner Gewichtsklasse bleiben. Im Super-Mittelgewicht darf er nicht über 76 kg wiegen. „Das Gewicht ist für mich die größte Herausforderung. Beim offiziellen Wiegen einen Tag vor dem Kampf darf ich kein Gramm zu schwer sein ", erklärt der Boxer, der im Moment 82 kg auf die Waage bringt. Der Verzicht beim Essen fällt ihm besonders schwer. „Ich futtere einfach zu gern", erklärt er. Wie es der Zufall so will, zählt unter anderem die Pizzeria „Pizzaboy" in Barmen zu Cagris Sponsoren – „Damit ich immer genug Pizza habe", scherzt der schlagfertige Boxer. Und auch der ‚Beulendoktor' Point-Master in Cronenberg unterstützt ihn. Irgendwie passt das ja auch...

Mitte Mai fliegt Cagri Ermis mit seinem Manager auf die IBF-Convention nach Kanada. Dort wird ausgehandelt, gegen wen und wann er als nächstes kämpft. Seine Ziele: „Erst Interconti, dann Weltmeisterschaft." So will er sich Schritt für Schritt nach oben arbeiten.

Hannah Florian

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