Ein tolles Gespann: Moderator Marcus Lindemann („Sky“) und Fußball-Manager Max Eberl Ein tolles Gespann: Moderator Marcus Lindemann („Sky“) und Fußball-Manager Max Eberl Foto: Thomas Sänger

Max Eberl – ein Volltreffer als Talk-Gast…

Er ist glücklich, er ist erfolgreich. In Mönchengladbach vermisst der Ur-Bayer und ausgebildete Ski-Lehrer Max Eberl eigentlich nur die Berge.

Dabei schnuppert der Sportdirektor des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach auch im Fußball-Westen Höhenluft. Seine Mannschaft ist derzeit Tabellen-Dritter und wenn sie am Samstag den Konkurrenten Bayer Leverkusen schlägt, steht der direkten Qualifikation für die Europa Champions League so gut wie nichts mehr im Wege. Doch Max Eberl ist kein Mann der großen Töne. Auch beim sehr spannenden, kurzweiligen „EinWurf - der Wupper-Sporttalk" im 19. Stock der Sparkasse blieb der 41jährige buchstäblich auf dem Teppich. „Wir haben seit acht Spielen nicht mehr zuhause gegen Leverkusen gewonnen", stapelte Max Eberl tief.

Der bestens vorbereitete Moderator Marcus Lindemann, dessen sonore Stimme wohl alle Fußball-Fans vom Pay-TV-Sender „Sky" kennen, und die rund 100 interessierten Zuhörer staunten über so viel Understatement. Dabei hat Max Eberl großen Anteil am Gladbacher Höhenflug. Doch der gelernte Sportfachwirt, der sogar ein Bundesliga-Spiel für seinen Heimat-Verein Bayern München bestritten hat, ist erfrischend ehrlich und bodenständig: „Ich habe zwar 215 Ligaspiele für Bochum, Greuther Fürth und Borussia Mönchengladbach gemacht, aber ich war kein begnadeter Fußballer, sondern eher ein ehrlicher Arbeiter und als Verteidiger immer nah am Mann."

Und auch, dass er in all den Profi-Spielen nicht ein einziges Tor geschossen hat, nimmt Max Eberl mit Humor: „Mein Gladbacher Mitspieler Arie van Lent hat mir mal in einer Bundesliga-Party bei einem Elfmeter für uns den Ball in die Hand gedrückt - und selbst den Elfer habe ich verschossen. Unser Trainer Hans Meyer ist draußen fast verrückt geworden."

Als Manager ist er da wesentlich erfolgreicher. Besonders stolz macht ihn sein Königstransfer von Marco Reuss zu Borussia Dortmund: „Als fest stand, dass wir ihn nicht halten konnten, ist es uns gelungen, ihn für ganz viel Geld zum BVB zu transferieren." Und wenn ihm heute eine gute Fußball-Fee 100 Millionen € in die Hand drücken würde? Max Eberl: „Dann hole ich meinen Lieblingsspieler sofort zurück. Er ist und bleibt im Herzen ein Gladbacher."

Eberl kommt immer wieder mal nach Wuppertal, zuletzt vor 14 Tagen, als er seinem Sohn Max jun., der in der Jugend des SC Kapellen-Erft spielt, die Daumen drückte. Max Eberl: „Ich glaube, ich habe selbst einmal mit Mönchengladbach im Zoo-Stadion gespielt." Der Bundesliga-Manager verfolgt auch den Weg des Traditions-Vereins Wuppertaler SV mit Interesse.

Moderator Marcus Lindemann und sein prominenter Gast spielten sich die Bälle passgenau zu. Ein echter Volltreffer für die interessierten Zuhörer. Eberl freute sich auch über das spontane Wiedersehen mit Sebastian Plate, mit dem er vor zehn Jahren bei Borussia Mönchengladbach zusammenspielte und der jetzt die Abwehr des Wuppertaler Landesligisten TSV Ronsdorf dirigiert. Max Eberl, der witzige, hemdsärmelige etwas andere Bundesliga-Manager, hat seine ganz eigene Philosophie: „Trotz des großen Erfolgsdrucks möchte ich Spaß haben, lachen und im Trainingslager einfach einmal eine Arschbombe in den Pool machen."

„EinWurf", die neue Sparkassen-Sport-Talk-Reihe mit einem wortgewandten Moderator Marcus Lindemann – übrigens gebürtiger Wuppertaler - und Sven Steup als Produzent im Hintergrund macht Appetit auf mehr.

P.P.

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
| Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!