WSV: Zusammen sind wir stark Grafik: Benedikt Bergenthal

WSV: Zusammen sind wir stark

Ein 1:1 gegen den Bonner SC, ein 3:1-Sieg beim alten Rivalen Rot-Weiß Essen. Der Wuppertaler SV startete sehr verheißungsvoll in seine zweite Regionalliga-Saison. Unser Live-Ticker-Reporter Tim Rausch nimmt die neuformierte Mannschaft in seiner Kolumne unter die Lupe.

Aus unserer August-Print-Ausgabe - Wuppertal, 08.08.2017 - Nicht weniger als zwölf Neuzugänge und zwölf Abgänge (Juil Kim ist sowohl Neuzugang als auch Abgang) verzeichnete der WSV in der Sommertransferphase. Bei so vielen neuen Jungs auf dem Platz stellt sich die Frage, wie Trainer Stefan Vollmerhausen und sein Trainerstab aus so vielen Spielern, die sich größtenteils jetzt erst beim WSV kennenlernten, ein Team formen will?

"Teambuilding findet auf und neben dem Platz statt", sagt Stefan Vollmerhausen im Interview mit der STADTZEITUNG. "Ich greife da auf meine Erfahrungswerte zurück und versuche, durch verschiedene Maßnahmen, sei es ein Rollenspiel oder auf dem Platz etwas Inhaltliches, eine Einheit zu formen. Ich habe den Eindruck, dass es uns gut gelungen ist."

Im heutigen Fussballbusiness lässt sich kaum noch auf "die Liebe zum Verein“ setzen wie zu Uwe Seelers oder Günter Pröppers seligen Fußball-Zeiten. Stattdessen müssen Ablösesumme und Gehalt stimmen. Und die Aufstiegs-Chancen. Natürlich betrachten gerade die jungen hungrigen Spieler die vierte Liga als Sprungbrett nach oben. Umso erfreuter ist Stefan Vollmerhausen, dass sich einige Spieler gegen einen lukrativen Wechsel zu einem höherklassigen Klub oder einem Ligakonkurrenten und für den WSV entschieden haben.

"Wir sind froh, dass wir alle wichtigen Spieler halten konnten. Obwohl einige Spieler durchaus die Möglichkeit gehabt hätten, ein anderes Trikot überzuziehen und mehr Geld zu verdienen, haben sie sich für uns entschieden." Der Trainer sieht attraktive Argumente, die für einen Verbleib der Spieler in Wuppertal sprechen.

Bei allen Transfers achten Vollmerhausen und Sportdirektor Manuel Bölstler sehr darauf, dass die Jungs auch wirklich zum WSV passen und dass sie sich im Team wohlfühlen. Insbesondere für die jungen Spieler ist es zudem eine wichtige Erfahrung, vor so vielen Fans im Stadion am Zoo zu spielen.

Aber auch für Stefan Vollmerhausen selbst spielt der WSV eine besondere Rolle in seinem Leben:" Beim WSV weiß man einfach, dass es immer Leute gibt, die hinter einem selbst und dem Verein stehen und sich sehr für den Erfolg der Mannschaft auf und neben dem Platz einsetzen." Mit seiner Verbundenheit zum WSV ist der Trainer für die Spieler ein Vorbild. Vollmerhausen hat eine Menge Arbeit investiert, innerhalb weniger Wochen aus neuen und alten Spielern eine Einheit zu formen.

Die ersten Ergebnisse machen große Hoffnung, dass die Mentalität in der Mannschaft und im Verein stimmt: Der WSV ist heiß auf die neue Saison. Zu viel Euphorie will Trainer Vollmerhausen aber nicht aufkommen lassen: "Die Antwort, ob alles funktioniert und der Kader harmoniert, werden wir in den ersten fünf oder sechs Meisterschaftsspielen bekommen."

Ihr Tim Rausch

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