Mirja Dahlmann und Ehemann Carsten Ace (r.) in Cornwall Mirja Dahlmann und Ehemann Carsten Ace (r.) in Cornwall Foto: Carsten Ace Dahlmann

Cornwall – auf den Spuren von König Artus

Neben den Reisen nach Skandinavien hat unsere Redakteurin Mirja Dahlmann auch eine Vorliebe für historische Plätze. Diesmal hat sie mit ihrem Mann Carsten Ace Cornwall besucht, den sagenumwobenen Geburtsort von König Artus.

Wuppertal, 24.12.2018 - Enge Straßen, kleine Dörfer und malerische Strände: Nicht umsonst ist Cornwall, der südwestlichste Teil der Vereinigten Königreiche ein echter Touristenmagnet. Eine der größten und definitiv eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten ist Tintagel Castle. Hier wurde der Sage nach König Artus gezeugt.

Wir bahnen uns unseren Weg an zahlreichen Restaurants und Shops vorbei, in denen mittelalterlich anmutender Kitsch oder esoterisches Werkzeug wie Pendel oder Tarotkarten feilgeboten werden, um an der steilen Küste von einem rauen Wind begrüßt zu werden. Das legendäre Schloss schmiegt sich an hohe Felsen und ist für den Besucher durch steile Treppen zu erreichen.

Körperliche Fitness ist notwendig, wenn man diese definitiv nicht barrierefreie Location erkunden mochte. Am Fuße des Schlosses, an einem kleinen Strand, können Besucher noch Merlins Höhle bewundern, die wie viele Orte Cornwalls an den berühmten Zauberer und Berater Artus' erinnern soll.

Doch ist Cornwall wirklich der Ort, an dem die Gestalten der Sage lebten? Ein kleines Dorf namens Camelford, erhebt den Anspruch, der Ort des Schloss Camelot zu sein. Bei näherer Betrachtung vermissen wir archäologische Funde und Relikte, die auf frühe Besiedlung schließen lassen.

Dafür entdecken wir einen kleinen Imbiss, wo nach britischer Tradition Fish and Chips feilgeboten werden. Im nahe gelegenen Bodmin Moor besuchen wir bei regnerischem Wetter den Dozmary Pool. Auch um dieses Gewässser rankt sich eine Sage. So soll hier einst Sir Bedivere nach Artus' Tod das Schwert Excalibur versenkt haben.

Ein Highlight der besonderen Art ist auch das „Vale of Avalon“, ein kleines Besuchercenter, das nicht nur den Ort der letzten Schlacht des Königs präsentiert, sondern auch Topfpflanzen für einen kleinen Preis veräußert. Wir sind zwar skeptisch, erlauben uns aber den Spaß und bezahlen den Eintritt von umgerechnet sechs Euro pro Person.

Nach einem kleinen Fußmarsch entdecken wir einen Stein, dessen lateinische Inschrift auf das Grab Artus hinweisen soll. Wir erfreuen uns an der sehr freien Übersetzung, brechen unsere Suche nach der Wahrheit über König Artus ab und beschließen, den Abend in einem der hübschen Restaurants zu verbringen. Wer es uns gleichtun möchte, dem sei gesagt, dass Cornwall eine Reise wert ist.

Text: Mirja Dahlmann

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