Ein Jahr "vertrauliche Geburt"

Vor einem Jahr trat das "Gesetz zum Ausbau der Hilfen und zur Regelung der vertraulichen Geburt" in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, das Hilfsanbgebot für Schwangere in Notlagen zu verbessern. Nach einem Jahr wird jetzt in Wuppertal Bilanz gezogen. 

Viele ungewollte Kinder werden heimlich und ohne medizinische Betreuung geboren. So eine Geburt birgt große Risiken. Häufig werden die Neugeborenen daraufhin aus Verzweifelung ausgesetzt oder getötet.

Die Wuppertalerin Kornelia Fazel, Leiterin der Schwangeren-Beratung esperanza des Caritasverbands Wuppertal/Solingen, gehört zu den ersten Beraterinnen, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Beratung rund um die vertrauliche Geburt geschult wurden. Nach einem Jahr zieht sie nun Bilanz. 

„Vier Frauen beziehungsweise minderjährige Mädchen haben unsere Beratungsstelle bezüglich der vertraulichen Geburt aufgesucht. Eine ist noch schwanger. Zwei Frauen, die ihre Schwangerschaft verheimlicht hatten, haben wir bereits zur anonymen Geburt begleitet. Eine entschloss sich dann doch, ihr Kind mit den in unserer Beratung dargelegten Unterstützungsmöglichkeiten als Alleinerziehende zu behalten", erklärt Kornelia Fazel.

Bundesweit haben 95 Frauen das Angebot der vertraulichen Geburt in Anspruch genommen.

Die vertrauliche Geburt ermöglicht es Frauen und Mädchen, sich Beratung bezüglich der Schwangerschaft einzuholen, ihr Kind anonym zur Welt zu bringen und es danach zur Adoption freizugeben. 

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