Gerald Hacke, Initiator und Leiter der Musik-Reihe "Tonleiter" Gerald Hacke, Initiator und Leiter der Musik-Reihe "Tonleiter" Foto: Nicola Hammer

Musik-Reihe "Tonleiter" startet am 02. März

Das erste Konzert 2019 der hochkarätigen Musik-Reihe "Tonleiter" findet am Samstag (02.03.) im Pavillon des Skulpturenparks Waldfrieden statt: "Chanson contre raison" - mit Werken von Erik Satie, Luciano Berio, Viktor Suslin, György Ligeti und Unsuk Chin*.

Wuppertal, 19.02.2019 - Interpreten beim ersten Konzert im neuen Jahr der von Gerald Hacke - Klarinettist des Sinfonieorchesters Wuppertal - initiierten und geleiteten Musik-Reihe für zeitgenössische Musik sind Yeree Suh (Sopran), Adele Bitter (Violoncello) und Holger Groschopp (Klavier). Beginn: 18 Uhr.

Neue Musik ist immer tiefernst? Falsch! So manch Neutöner frönt gelegentlich dem absurden Humor. Avantgarde-Altmeister Berio benutzt einen Nicht-Text, um verschiedenste Gesangsstile zu persiflieren und überschreitet auch in seiner Cello-Sequenza manche Grenze. Ligeti, ein anderer Klassiker der Avantgarde, hat eine kindliche Freude daran, komplexe Strukturen ins Parodistische kippen zu lassen.

In den irrwitzigen Arien aus seinem Grand Macabre kommt ihm das Nonsenshafte des Librettos entgegen. Seine geplante Oper nach Lewis Carrolls herrlich unlogischer Alice im Wunderland wurde nie geschrieben, aber seine koreanische Schülerin Unsuk Chin nahm sich dieses Stoffes an. Viktor Suslins Cellostück Chanson contre raison inspirierte zum Titel dieses Programms, das vom Urvater musikalischer Skurrilität im 20. Jahrhundert Erik Satie eingeleitet wird.

Yeree Suh begeistert Publikum und Kritiker mit ihrem strahlenden und gleichzeitig fein-nuancierten Sopran, der sie zu einer international gefragten Interpretin von Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts, aber auch zeitgenössischer Musik macht.

Seit ihrem Debüt als Ninfa in Monteverdis Oper L’Orfeo unter René Jacobs bei den Innsbrucker Festwochen 2003, gefolgt von Engagements an der Staatsoper Unter den Linden Berlin und dem Theater an der Wien, arbeitet die koreanische Sängerin regelmäßig mit Dirigenten historischer Aufführungspraxis wie Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Andrea Marcon, Jean-Christophe Spinosi und Masaaki Suzuki sowie mit Ensembles wie Anima Eterna, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Venice Baroque Orchestra und dem Finnish Baroque Orchestra.

Mit Concerto Köln und Harald Schmidt tourte sie als Mademoiselle Silberklang in Mozarts Schauspieldirektor, und als Semele debütierte sie 2010 beim Beijing Festival.

Holger Groschopp wurde in Berlin geboren und erhielt seine Ausbildung an der Hochschule der Künste in seiner Heimatstadt bei Georg Sava. Ergänzend studierte er Komposition bei Isang Yun und Liedinterpretation bei Aribert Reimann und Dietrich Fischer-Dieskau. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn in die meisten europäischen Länder, nach Nah- und Fernost sowie Nord- und Mittelamerika.

Er trat als Solist und Kammermusiker bei wichtigen europäischen Festivals auf (u. a. Salzburg, Berlin, Montepulciano) und spielte als Kammermusikpartner vieler prominenter Musiker. Holger Groschopp gilt als Experte für zeitgenössische Musik und arbeitete intensiv zusammen mit Komponisten wie Isang Yun, Pierre Boulez, Aribert Reimann, Hans Werner Henze, Heinz Holliger und anderen.

Eng verbunden war er Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern, ebenso wie Sir Simon Rattle, dem DSO Berlin und dem Mahler Chamber Orchestra. Seine bislang sechs beim Label Capriccio erschienenen CDs mit Transkriptionen und Paraphrasen von Ferruccio Busoni erreichten hohe Anerkennung bei der internationalen Fachkritik, darunter höchste Bewertungen im BBC Music Magazine und im amerikanischen Magazin Fanfare.

Adele Bitter war Jungstudentin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Sie erwarb ihr Konzertexamen mit Auszeichnung bei Josef Schwab an der Hochschule für Musik ›Hanns Eisler‹ in Berlin. Ergänzende Studien belegte sie bei Lee Fiser (LaSalle Quartet) in Cincinnati|USA und erhielt das Diplom des Internationalen Musikwettbewerbs Markneukirchen. Als Mitglied im ›Ensemble Modern‹ wirkte sie u. a. bei den renommierten Festivals von Edinburgh und Luzern mit. Sie war weiterhin Mitglied in der Orchesterakademie der Staatsoper Unter den Linden Berlin sowie im Gustav Mahler Jugendorchester.

Seit 2001 ist Adele Bitter Vorspielerin im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Solokonzerte spielte sie mit den Berliner Sinfonikern, dem Orchester des Staatstheaters Mainz und der Badischen Staatskapelle Karlsruhe. Adele Bitter engagiert sich im Bereich der Alten Musik als Continuospezialistin u. a. mit Ton Koopman. Vor kurzem schloss sie ihr Zusatzstudium im Fach Historische Aufführungspraxis|Barockvioloncello an der Schola Cantorum Basiliensis bei Christophe Coin ab. Mit Mitgliedern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin gründete sie das ›Adamello Quartett‹, um ihrer Liebe zur Kammermusik Ausdruck zu verleihen.

Skulpturenpark Waldfrieden

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