150 hochmoderne Labore werden in dem neuen Gebäudekomplex eingerichtet 150 hochmoderne Labore werden in dem neuen Gebäudekomplex eingerichtet Foto: Bayer AG

Bayer: Rohbau für neues Laborgebäude ist fertig

Ideenschmiede unter einem Dach! Der Rohbau für das neue Laborgebäude der präklinischen Forschung in Aprath ist abgeschlossen.

Wuppertal, 02.07.2019 - Das ist ein klares Signal zur Stärkung des Standortes! Wuppertal bleibt Heimat der Herz-Kreislauf-Forschung von Bayer.  Der Einzug ist für Ende 2020 geplant.

Bayer in Wuppertal macht seine präklinische Forschung im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FEZ) am Aprather Weg fit für die Zukunft. Sichtbares Zeichen: Das neue neungeschossige Laborgebäude. In ihm wird die präklinische Pharmakologie mit Schwerpunkt auf der Herz-Kreislauf-Forschung zukünftig zusammengeführt.

Gerade wurden die Rohbauarbeiten erfolgreich abgeschlossen. Bei der Abnahme bescheinigte das zuständige Bauamt: „Mängelfrei“. Mit den Innenausbauarbeiten ist bereits begonnen worden. Der Umzug der Beschäftigten aus den bisherigen Laboren in das neue Gebäude ist für das vierte Quartal 2020 vorgesehen.

„Unter einem Dach finden unsere Experten der präklinischen Pharmakologie zukünftig optimale Bedingungen für ihre Tätigkeiten. Damit stärken wir die Synergien aller pharmakologischen Forschungsaktivitäten und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Die Investition ist ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Forschungsstandortes Wuppertal“, betont Standortleiter Dr. Holger Weintritt.

„Zudem ermöglichen wir mit diesem Schritt verstärkte Kollaborationen mit externen Fachleuten. Wir wollen ein attraktiver Partner für die weltweite Zusammenarbeit im frühen Forschungsstadium sein“, ergänzt Dr. Jörg Möller als globaler Leiter der Forschung und Entwicklung Division Pharmaceuticals.

Bei einem Anwohnerdialog am selben Tag stand das Unternehmen auch den Bürgerinnen und Bürgern für Fragen zur Verfügung und lud zur Vorortbesichtigung ein.

In dem entstehenden Komplex werden Fachleute in Zukunft die biologische Wirksamkeit neuer Wirkstoffe erforschen. Ziel ist es, neue Therapieansätze zu finden und die zugehörigen Medikamente zu entwickeln. Bislang waren die Beschäftigten der pharmakologischen Forschung in insgesamt vier Aprather Gebäuden tätig. „Mit der Zusammenführung in ein einziges Domizil können alle effizienter zusammenarbeiten und auch die Qualität der Forschung kann weiter erhöht werden“, betont Möller.

Auf sieben Nutzetagen entstehen insgesamt 150 Labore und rund 100 spezielle Funktionsräume für zum Beispiel Messtechniken. Sie werden mit dem modernsten Stand der Technik errichtet. Hintereinander gestellt ergäben die Labormöbel eine Länge von fünf Kilometern – eine Strecke von Aprath bis zum Werk an der Wupper.

„Um ein bestmögliches Arbeitsumfeld zu schaffen, haben wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beginn an mit in die Planung einbezogen“, erklärt Dr. Barbara Albrecht-Küpper, Leiterin des Projektes auf Seiten der späteren Nutzer. Das offene Bürokonzept mit viel Glas ermöglicht eine Kommunikation in angenehmer Atmosphäre. Auf der achten Etage befindet sich darüber hinaus eine lichtdurchflutete Kommunikationsfläche für den ungezwungenen Austausch.

Im neuen Laborgebäude werden zudem Möglichkeiten geschaffen, die die Kooperation mit externen Partnern fördert – ein wichtiger Baustein des neuen F&E-Innovationsmodells der Division Pharmaceuticals. Hierzu werden „Gastbüros und auch Gastlabore“ eingerichtet. Sie ermöglichen einen effizienten Austausch, konkrete Zusammenarbeit vor Ort und Wissenstransfer über Grenzen hinweg.

Dies entspricht dem Ziel von Bayer, einen Wandel hin zu deutlich mehr externer Innovation einzuleiten und das Entwicklungsportfolio mit neuen Kandidaten zu ergänzen. „Hier werden hervorragende Rahmenbedingungen geschaffen, um künftig mit externen Partnern aus der ganzen Welt zielführend und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Auf diese Weise entwickelt sich der Standort weiter zu einem Wissenschaftscampus mit exzellenten Chancen. Denn lebendige Wissenschaft braucht internationalen Austausch“, erklärt Möller.

Etliche Maßnahmen sorgen - so Bayer - für den Schutz der Umwelt und Nachhaltigkeit: Vorbildlich ist das Gebäude in punkto Energieeffizienz: Als besondere Technik wird eine innovative Wärmerückgewinnung installiert. Gemäß der aktuellen Energieeinsparverordnung werden gesetzliche Vorgaben übererfüllt.

Die Fakten zum Gebäude:

Fläche: ca. 36.000 Quadratmeter
Länge: ca. 131 Meter
Breite: ca. 37 Meter
Höhe: ca. 25 bis 39 Meter (Hanglage)
Etagen: 9, davon 7 Nutzetagen
Zahl der Labore: 250 (inkl. der Funktionsräume)
Erster Spatenstich: Juli 2017
Kapazität: Ausrichtung für maximal 350 Beschäftigte
Fertigstellung: 4. Quartal 2020
Lüftung: Bei einer stündlichen Luftumwälzung von rund 450.000 Kubikmetern erreicht sie einen Energierückgewinnungsgrad von 74 Prozent – ein Spitzenwert für Industrieanlagen.

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