Oberbürgermeister Andreas Mucke Oberbürgermeister Andreas Mucke Foto: Monika Asmus

Caritas, Diakonie und GESA fordern Taten

Caritas, Diakonie und GESA begrüßen den Einsatz von OB Andreas Mucke für die Fortsetzung der Seenotrettung im Mittelmeer. In einem "Offenen Brief" fordern sie aber jetzt, dass den Worten Taten folgen! 

Wuppertal, 02.08.2018 - In einer gemeinsamen Presseerklärung von Caritas, Diakonie und GESA heisst es: Den Medien haben wir entnommen, dass Oberbürgermeister Andreas Mucke auf ein gemeinsames Schreiben des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen, der Diakonie Wuppertal und der GESA auch mit einer Pressemitteilung reagiert hat. Darin macht er sich, wie wir gefordert haben, für die Fortsetzung der Seenotrettung im Mittelmeer stark und bekundet die grundsätzliche Bereitschaft Wuppertals in Seenot geratene Flüchtlinge aufzunehmen.Caritas, Diakonie und GESA begrüßen diese Haltung sehr. Jedoch fordern wir, dass auf Worte nun auch Taten folgen müssen!

Im hier angefügten Schreiben (als Offener Brief) fordern wir deshalb den Oberbürgermeister noch einmal auf, wie seine Amtskollegen der Städte Köln, Düsseldorf und Bonn der Bundeskanzlerin nun schnellstens auch ein konkretes Angebot zur Aufnahme von in Seenot geratenen Flüchtlingen zu unterbreiten.

Der "Offene Brief" von Caritas, Diakonie und GESA im Wortlaut:

Ihr Schreiben vom 30.07.2018 zur Seenotrettung im Mittelmeer

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mucke,

vielen Dank für Ihr Antwortschreiben. Wir freuen uns, dass Sie unsere Einschätzung der dramatischen Situation im Mittelmeer teilen. Und wir freuen uns, dass Sie das große Engagement der vielen Wuppertaler Institutionen und Privatpersonen bei der bisherigen Aufnahme und Versorgung geflüchteter Menschen so wertschätzen. Nun aber geht es darum, dass wir uns nicht „auf den Lorbeeren“ ausruhen. Die Städte Düsseldorf, Köln, Bonn und seit heute auch Potsdam haben mit ihrer Initiative deutlich gemacht, dass Humanität nicht nur Worte sondern Taten braucht und dass jetzt akuter Handlungsbedarf steht.

Der Düsseldorfer Stadtdirektor Burkhard Hintzsche hat gegenüber den Medien betont, man habe in dem Brief an die Bundeskanzlerin bewusst keine konkrete Aufnahmeabsicht mit Zahlen genannt. Es gehe darum, jetzt Flüchtlinge aufzunehmen, „bevor Menschen im Meer ertrinken.“

Wir bitten Sie eindringlich, mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Stadt Wuppertal genau dieses deutliche Zeichen zu setzen und die Hilfsbereitschaft unserer Wuppertaler Solidargemeinschaft anzubieten.

Mit freundlichen Grüßen

gezeichnet:
Dr. Christoph Humburg   -   Dr. Martin Hamburger   -   Ulrich Gensch

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
| Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!