Oliver Winkelmann berät seine Kundin Oliver Winkelmann berät seine Kundin Foto: Thomas Sänger

Die BARMER - Unternehmen mit Wuppertaler Wurzeln

Unsere neue Krankenkassen-Serie: Von Barmen aus Gesundheit weiter gedacht – Früher wie heute: Die BARMER – ein Unternehmen mit tiefen Wurzeln in Wuppertal.

Aus unserer September-Print-Ausgabe - Wuppertal, 14.09.2018 - Die BARMER kennt so gut wie jeder Mensch in Deutschland, auch wenn der Unter- nehmensname von den meisten gar nicht mehr mit seiner Herkunft in Verbindung gebracht wird: Dem Wuppertaler Stadtteil Barmen. Mit 9 Millionen Versicherten ist die BARMER eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Kaum einer jedoch kennt noch Ernst Vesper (1879-1949), einen Barmer, der am 01. Januar 1904 die „Kran- kenkasse für Handelsangestellte“ im damaligen Hotel Schützenhaus am Barmer Alten Markt gründete und mit 1.600 Mitgliedern als lokale Organisation startete. Die Wurzeln lagen im
„Kaufmännischen Verein von 1867“. Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstverwaltung - so formulierte Vesper seinerzeit die Ziele.

Vieles, was in der Gründerzeit der Krankenkasse hart erkämpft wurde, ist heute selbstverständlich. Doch eines gelte nach wie vor, so die Barmer: Auch Krankenkassen müssen sich kontinuierlich weiterentwickeln, um die Herausforderungen der Zukunft gut meistern zu können. Berichtet wird von einer im Mai 2017 abgeschlossenen tiefgreifenden Umstrukturierung, in die zusätz- lich die Fusion mit der ehemaligen Deutschen BKK integriert war. Damit habe man wichtige strukturelle Voraussetzungen geschaffen. „Und am Anfang stand wieder eine Vision: Die einer neuen Kasse, die mit bestem Kundenservice und attraktiven Zusatzleistungen punkten kann“, so Oliver Winkelmann (47). Winkelmann ist selbst gebürtiger Barmer, der aus einer Barmer Kaufmannsfamilie von der Friedrich-Engels-Allee stammt.

So wurden bundesweit 37 neue Geschäftsbezirke geschaffen. Winkelmann leitet eine davon, die Hauptgeschäftsstelle Düsseldorf, die mit seinen elf Geschäftsstellen 230.000 Versicherten und 25.000 Arbeitgebern betreut. Sein Zuständigkeitsbereich erstreckt sich vom Städtedreieck Wuppertal, Remscheid und Solingen über den Kreis Mettmann mit Langenfeld bis zur Lan- deshauptstadt Düsseldorf.

Die Digitalisierung macht es möglich, Aufgaben zu zent- ralisieren und stellenweise zu automatisieren, um Prozesse schneller und effizienter zu gestalten. Für Winkelmann und seine 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht es heute im Kern vor allem um die persönliche Betreuung der Kunden, der Versicherten und der Arbeitgeber. In dieser Dienstleistung sieht die Kasse einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Kun- denorientierte Öffnungszeiten (9 bis 18.30 Uhr) und bei Bedarf ein Service zu Hause, gehören zu einer Service-Offensive der Kasse. Winkelmann: „Wir wollen unsere Kunden begeistern!“

Das Herzstück der individuellen Versichertenberatung bilden dabei spezielle Telefongeschäftsstellen. Unter einer bundesweit einheitlichen Service-Rufnummer kümmern sich rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr speziell geschulte Mitarbeiter mit Entscheidungskompetenz um die Anliegen der Versicherten. Selbstverständlich können Versicherte aber auch nach wie vor auf den persönlichen Kontakt zu ihrer Krankenkasse setzen. So hat die Kasse in Wuppertal an ihrer Traditionsgeschäfts- stelle am Barmer Geschwister-Scholl-Platz am Haus der Jugend immer festgehalten. Sie ist eine der ganz wenigen Geschäftsstellen, die noch zu ihrem Eigentum gehört, auch wenn man in Wuppertal inzwischen in der Elberfelder Innen- stadt am Wall ein zweites, modernes Standbein hat.

Darüber hinaus ermöglicht die Online-Geschäftsstelle den Versicherten eine große Auswahl an zeitsparenden und flexiblen Serviceangeboten. Ob es beispielsweise darum geht, einen Unfall zu melden, Leistungen wie Mutterschaftsgeld zu beantragen, Rechnungen oder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einzureichen – „unsere Versicherten haben die Wahl“.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein Megathema der nächsten Jahrzehnte. Schon heute sind Gesundheits-Apps für viele Menschen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Telemedizin bietet großes Potenzial, um beispielsweise Patienten auf dem Land auch in Zukunft hochwertig und zeitnah zu versorgen.

Viele digitale Neuerungen der Barmer sind für die Versicherten schon heute ganz konkret greifbar. So können sie den Gesundheitsmanager nutzen, wenn sie im geschützten Mitgliederbereich „Meine BARMER“ angemeldet sind. Der digitale Assistent als Teil der Service-App erinnert den Nutzer zum Beispiel daran, welche Vorsorgeuntersuchung er und seine Familienangehörigen wann wahrnehmen können.

Ein weiteres neues Angebot ist eine Kindernotfall-App in Kooperation mit der Johanniter-Un- fallhilfe. Über die App kann man bei Bedarf direkt einen Notruf absetzen und über eine Such- funktion schnell die nächsten Krankenhäuser, Ärzte oder Apotheken finden. Sie bietet auch ein Erste-Hilfe-ABC mit den wichtigsten Maßnahmen im Ernstfall.

Mit der Kombination aus klassisch analogen und modernen digitalen Services habe die Barmer die Weichen für den Kundenservice der Zukunft gestellt, ist sich Oliver Winkelmann sicher „Letztlich kann nur derjenige die Nase vorn haben, der seinen Versicherten nicht nur eine medi- zinische Versorgung auf Spitzenniveau garantiert, sondern zusätzlich mit einem erstklassigen Service überzeugt“, sagt er.

Text: Felix Rothermund

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