Katharina Ruth, Leiterin des Hospizdienstes „Die Pusteblume“ Katharina Ruth, Leiterin des Hospizdienstes „Die Pusteblume“ Foto: Frank Sonnenberg

'Die Pusteblume' - 20 Jahre ambulante Hospizarbeit

Der Hospizdienst „Die Pusteblume“ leistet seit 20 Jahre ambulante Hospizarbeit mit Herz und Fingerspitzengefühl in Wuppertal.

Aus unserer November-Print-Ausgabe - Wuppertal, 21.11.2018 - Der Tod und das Sterben – man geht diesen Themen in unserer Gesellschaft meistens aus dem Weg. Dabei wissen wir alle, dass wir über kurz oder lang damit in Berührung kommen werden. Für die hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitenden des ambulanten Hospizdienstes „Die Pusteblume“ gehört das Thema Tod und Sterben seit 20 Jahren zum Alltag.

„Wir begleiten und unterstützen schwerkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen – sofern sie dies wünschen – auf ihrem letzten Lebensweg und wollen, dass sie nach Möglichkeit in der ihnen vertrauten Umgebung sterben können: In der eigenen Wohnung, in einem Pflegeheim oder im Krankenhaus“, erklärt Katharina Ruth, Leiterin des Hospizdienstes „Die Pusteblume“ der Diakonischen Altenhilfe in Wuppertal.

Sie und die vier weiteren Hauptamtlichen Bettina Beutel, Rolf Justus, Nele Fischer und Gabriele Weber koordinieren dabei die rund 75 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und stehen für Anfragen auch telefonisch zur Verfügung.

Als Pfarrerin Tabea Luhmann 1997 die Ökumenische Hospizgruppe am Reformierten Gemeindestift mit dem Ziel aufbaute, die BewohnerInnen des Pflegeheims im Sterben zu begleiten, war dies noch etwas besonderes. In der Anfangszeit der Hospizbewegung ging es ja vor allem um Krebserkrankte und Menschen mit Aids.

Katharina Ruth ist selbst seit 2011 dabei, 2015 übernahm sie die Leitung des Hospizdienstes. „Was will ich eigentlich im Leben? Das ist tatsächlich eine Frage, die ich mir durch die Hospizarbeit stelle.“ Das Hinschauen und die Auseinandersetzung mit dem Sterben bereichert das Leben. Es verändere den Blick auf das eigene Dasein. „Weil wir uns klarer machen, das es endlich ist.“ Wie ihr, ergehe es auch den Ehrenamtlichen.

Rund um die Hospizarbeit hat sich ein großes Netzwerk mit verschiedensten Institutionen gebildet. „Die Pusteblume“ gehört unter anderem dem Palliativen Netzwerk in Wuppertal (PNW) an.

Wie sterben Menschen in unserer Gesellschaft? Mit dieser Frage wird sich Katharina Ruth und das PusteblumenTeam auch weiterhin beschäftigen. Doch in diesen Tagen blickt man erst einmal stolz auf das bereits erreichte. Anlässlich des Jubiläums gibt es im November verschiedene Veranstaltungen, wie „Ein Abend VOLLER LEBEN“, mit Christine Westermann und Götz Altzmann. Den Auftakt bildet die Ausstellung „Späte Ernte – Bilder aus einer Palliativstation“ in der CityKirche Elberfeld, am Kirchplatz 2. Sie läuft noch bis zum 1. Dezember. Die Ausstellung kann Samstags und von Mo. bis Fr. von 10.00 bis 18.00 Uhr kostenlos besichtigt werden.

Der Hospizdienst, der grundsätzlich jeder Konfession offen steht, arbeitet im gesamten Wuppertaler Stadtgebiet - mit Ausnahme von Vohwinkel und Sonnborn, wo der Christliche Hospizdienst im Wuppertaler Westen Sterbebegleitungen anbietet.

Wer sich für die ambulante Hospizarbeit interessiert, findet auf der neuen Website vom Hospizdienst „Die Pusteblume“ (http://hospizdienst-wuppertal.de) weitere Informationen zur Hozpizarbeit, Veranstaltungen oder Kursangebote, aber auch bewegende Schilderungen von ehrenamtlichen HospizhelferInnen.

Übrigens: Ehrenamtler werden immer gesucht. Bei Interesse, einfach anrufen: Hospizbüro Elberfeld
4305124 - Hospizbüro Barmen 2529751

Text: Frank Sonnenberg

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
| Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!