Der glückliche Zufalls-Geburtshelfer Dr. Ghazi Alzedani (r.), eine strahlende Hebamme und der kleine Josef Der glückliche Zufalls-Geburtshelfer Dr. Ghazi Alzedani (r.), eine strahlende Hebamme und der kleine Josef Foto: St. Josef Krankenhaus

Kapellchen wird überraschend zur Geburtsstation für Josef

Das St. Josef Krankenhaus, im Volksmund Kapellchen genannt, ist völlig überraschend zur Geburtsstation geworden - und ein Rheumatologe zum Geburtshelfer. Er sorgte mit dafür, dass ein Baby gesund auf dei Welt kam.

Wuppertal, 06.09.2018 - Den 05. September 2018 wird Ghazi Alzedani, Assistenzarzt in der Klinik für Rheumatologie, Immunologie und Osteologie am Krankenhaus St. Josef, wohl nie mehr vergessen. Denn in der Nacht zu Donnerstag (06.09.) wurde der Rheumatologe völlig unerwartet zum Geburtshelfer.

Eigentlich war das junge Paar aus Polen mit dem Auto auf dem Weg von den Niederlanden zurück nach Hause. Doch plötzlich setzten bei der hochschwangeren Frau starke Wehen ein. In ihrer Not suchten die Ortsunkundigen über ihr Navigationsgerät nach der nächstgelegenen Klinik. Und da wurde das Elberfelder Kapellchen angezeigt – ein Fachkrankenhaus und Zentrum für den Bewegungsapparat mit überregional sehr guten Ruf. Durch die Erweiterung der unfallchirurgischen und internistischen Kompetenz, wird es sich im nächsten Jahr auch für Notfall-Patienten öffnen. Allerdings nicht unbedingt als Geburtsklinik.

Als das Paar gegen 22:00 Uhr im Krankenhaus St. Josef ankam, war schnelles Handeln nötig. Für eine Verlegung in eine Frauen-Klinik war es zu spät. Das erkannte der Rheumatologe Ghazi Alzedani, der Nachtdienst hatte, auf den ersten Blick. Zum Glück stellten sich zwei Dienst habende, polnisch sprachige Schwestern des Krankenhauses spontan als Geburtshelferinnen zur Verfügung. Für den Mediziner, eine einmalige, eine fantastische Erfahrung: „Alles ist super gelaufen, alle haben schnell reagiert“. Unterstützt wurde das Team aus dem Kapellchen von einer Hebamme und einer Notärztin der Feuerwehr Wuppertal.

Die Geburt selber verlief schnell und komplikationslos. Schon um 22:45 Uhr erblickte der Junge in dem in Windeseile eingerichteten „Not-Kreißsaal“ auf der Geriatrie das Licht der Welt. Eigentlich sollte der kleine Patrick heißen. Doch aus Dankbarkeit für den tollen, spontanen Einsatz der Geburtshelfer und als Erinnerung an den außergewöhnlichen Geburtsort, soll er jetzt auf den Namen Josef getauft werden. Auch von uns unserer Seite: Herzlichen Glückwunsch, lieber Josef.

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