Das Kinderhospiz Burgholz Das Kinderhospiz Burgholz Bodo Ernst

Kinderhospiz Burgholz

Trotz aller Sorgen und trotz vieler Ängste ist das Kinderhospiz Burgholz auch ein Ort des Lebens und des Lachens. Schwerkranke Kinder und ihre Familien haben jetzt einen Ort, der ihnen Zeit schenkt.

Zeit für die Familie, Zeit für Entspannung, um Entlastung zu finden vom oft anstrengenden Alltag mit einem schwerstkranken Kind und in einigen sehr traurigen Fällen auch Zeit, um in Würde Abschied zu nehmen. Zehn Zimmer stehen im Hospiz auf dem Gelände des ehemaligen Kinderheims auf Küllenhahn zur Verfügung. Angehörige und Familien verbringen ihren Aufenthalt in kleinen Appartements in der ersten Etage des Gebäudes.

Rund 30 Mitarbeiter, darunter Therapeuten und Kinderkrankenschwestern, kümmern sich um die Kinder und ihre Familien. Ins Leben gerufen wurde das mit sieben Millionen Euro Spendengeldern finanzierte Projekt vom Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V., der Diakonie Wuppertal und der Bethe-Stiftung. Ein ökumenisches Hospiz über die Glaubensgrenzen hinweg – so die Idee dahinter. Und diese Message ist angekommen. In den vergangenen Osterferien haben 14 Familien mit Kindern, die an lebenszeitverkürzenden Krankheiten leiden oder schwere Behinderungen haben, das Kinderhospiz Burgholz in Anspruch genommen und sich dort pflegen und betreuen lassen. Die Aufenthaltsdauer wird dabei von den Familien individuell festgelegt. Wichtig ist der Einrichtungsleitung nur, dass der erste Aufenthalt mindestens drei Tagen dauert. Viele Familien bleiben etwa eine Woche. Und fast täglich gibt es neue Anfragen.

Die Kinder und ihre Angehörigen sollen sich in der modernen Einrichtung wohlfühlen. Neben Krankenzimmern stehen Beschäftigungs- und Entspannungsräume, Pflegebäder und ein Wohnzimmer mit offenem Kamin zum Entspannen zur Verfügung. Auf Traumschaukeln und Matten können die Kinder zudem nicht nur Ruhe finden, sondern spielen und einfach einmal Kind sein.

Die Familien sollen Kräfte sammeln und sich mit dem auseinander setzen, was auf sie zukommen kann. Sollte ein Trauerfall während des Aufenthaltes eintreten, stehen den Angehörigen spezielle Abschiedsräumlichkeiten zur Verfügung, in denen sie bis zu sieben Tage lang ihre Trauer verarbeiten können. Doch trotz allem soll das Kinder- und Jugendhospiz Burgholz – die erste Einrichtung dieser Art im Bergischen Land und erst die vierte in ganz Nordrhein-Westfalen – ein Ort des Lebens und des Lachens sein.

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