Andreas Otto, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftsbank Volksbank im Bergischen Land Andreas Otto, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftsbank Volksbank im Bergischen Land Foto: Volksbank im Bergischen Land

Man muss heute anders sparen als früher?

Gedanken zum Weltspartag. „Man muss heute anders sparen als früher“ - dieser spannenden Frage sind wir auf den Grund gegangen.

Aus unserer Oktober-Print-Ausgabe - Wuppertal, 10.10.2018 -  Am 30. Oktober 2018 begehen die deutschen Banken den „Weltspartag“ zum 94. Mal. Der Weltspartag wurde 1925 vom Weltinstitut der Sparkassen ausgerufen, um für das Thema „Sparen“ zu sensibilisieren. Welche Bedeutung aber hat das Sparen und dieser Tag für die Bürger und ihre Banken in der heutigen Zeit noch?

Die Deutschen sparen trotz historisch niedriger Zinsen wie die Weltmeister: Nach Einschätzung der DZ Bank (Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main) wird die Sparquote der privaten Haushalte im laufenden Jahr erstmals seit 2008 wieder knapp die Zehn-Prozent-Marke überschreiten. 1991 lag sie noch bei 12,1 Prozent, um 2001 auf den bisher tiefsten Stand von nur 8,9 v.H. abzusinken.

Die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland stellt den gesparten Anteil des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte dar. Von 100 Euro werden also 10 Euro auf die hohe Kante gelegt. Üblicherweise steigt die Sparquote in Krisenzeiten (Angstsparen) und sinkt in bei allgemein positiven Zukunftserwartungen.

Weil die Deutschen kräftig sparen und einige Anleger von Wertzuwächsen bei Aktien, Fonds und Zertifikaten profitieren, wächst das private Geldvermögen weiter. Wer sein Geld ausschließlich auf dem Konto parkte, musste allerdings wegen der Zinslage im Schnitt Wertverluste hinnehmen. Die wieder angezogene Teuerung sorgte demnach bei gleichzeitig nur gering steigenden Nominalzinsen beim privaten Geldvermögen für einen Wertverlust von 38 Milliarden Euro.

In der Summe erwartet die DZ Bank 2018 einen Anstieg des privaten Geldvermögens auf gut 6,3 Billionen Euro. Interessant ist da der Vergleich mit dem Ausland. Die Amerikaner wollen nicht sparen. Auch wenn die veröffentlichten Zahlen hier eher verwirrend sind, dürfte die dortige Sparquote tatsächlich bei nur etwa 5,7 v.H. liegen. In Holland notierte man 2017 6,1 v.H., in Österreich 8,2 v.H.

Für die Volksbank im Bergischen Land ist der Weltspartag ein Anlass, an die Bedeutung des Sparens zu erinnern. "Wir sparen einerseits, um uns Wünsche zu erfüllen, andererseits ist Sparen für eine gute Altersvorsorge unerlässlich", sagt Andreas Otto, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftsbank. Auch im aktuellen Niedrigzinsumfeld ist Sparen für Otto sinnvoll: "Man muss allerdings anders sparen als früher, um Vermögen aufzubauen. Moderne Sparer setzen auf chancenreichere Geldanlagen wie Wertpapiere und Fonds.“

Die Sparkasse Wuppertal will das Thema „Sparen“ mit einem positiven Erlebnis verknüpfen. Die Kinder können ihr Erspartes vorbeibringen und erhalten dafür traditionell ein Kuscheltier. Diesmal stehen die klugen Kumpel Rita, Ratz und Rudi zur Auswahl, drei lustige Stofftier-Ratten.

Um die Kumpel herum geplant finden während des inzwischen zur „Jugendsparwoche“ ausgebauten Weltspartags in allen 35 Filial-Standorten Aktionen statt.

Text: Felix Rothermund

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