(V.l.) Mechthild Zubeida Jurcevic (FancyFoods), Diana Lantzen "Ohne Wenn und Aber" und Jonathan-Benedict Hütter (fridays for future Wuppertal) im Ladenlokal des neuen Unverpackt-Ladens (Feuerwehrwache 24).  (V.l.) Mechthild Zubeida Jurcevic (FancyFoods), Diana Lantzen "Ohne Wenn und Aber" und Jonathan-Benedict Hütter (fridays for future Wuppertal) im Ladenlokal des neuen Unverpackt-Ladens (Feuerwehrwache 24). Foto: © www.cinemars.de / @wearecinemars

'Unverpackt-Laden' legt bald los

Die Crowdfunding-Aktion für den ersten Wuppertaler Unverpackt-Laden 'Ohne Wenn und Aber' war ein voller Erfolg - 40.000 € sind für die innovative Geschäftsidee zusammen gekommen.

Wuppertal, 29.07.2019 - Diana Lantzen hatte die am 25. Juni auf der Crowdfunding-Plattform www.startnext.de gestartet. Mit dem Erreichen des ersten Fundingziels von 28.000 Euro war schon nach knapp drei Wochen klar, dass der Unverpackt-Laden realisiert werden würde. Dass die Bürgerinnen und Bürger aber weiter investieren würden, hatte die Gründerin zwar gehofft, davon dann aber doch nicht zu träumen gewagt.

Mit dem Übertreffen der zweiten Marke von 40.000 Euro ist nun klar: Der Laden wird im Spätherbst mit einem breiten Sortiment an unverpackten Lebensmitteln, Drogerieartikeln, Milchprodukten und saisonalem Obst und Gemüse an den Start gehen. Jeder zusätzliche Euro, der noch bis zum Ende der Aktion am 31. Juli 2019 unter https://www.startnext.com/ohnewennundaber-unverpackt in das Projekt fließt, ermöglicht der zukünftigen Ladenbesitzerin mehr Spielraum und eine Erweiterung des Warenangebots.

„Es ist einfach großartig!“ freut sich Diana Lantzen. Die ehemalige Unternehmensberaterin und Mutter von zwei kleinen Kindern ist überglücklich. „Die hohe Beteiligung zeigt mir, dass sich viele Bürger Gedanken über ihre Umwelt und einen ressourcenschonenden Lebensstil machen.“

Jeden Tag in den vergangenen Wochen spendeten Bürgerinnen und Bürger für den zukünftigen Wuppertaler Unverpackt-Laden, einige erstanden als Gegenleistung Gutscheine für Lebensmittel, Workshops und Co. „Ich bin überwältigt. Nicht nur davon, dass wir das Crowdfunding-Ziel erreicht haben, sondern auch von den vielen Wuppertalern, mit denen ich in den letzten Wochen zusammengearbeitet habe, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, die mich ermutigt und mir praktisch geholfen haben“, so Diana Lantzen.

Die Jungunternehmerin hat im Tal schon einige Kooperationen mit ansässigen Restaurants, Interessengemeinschaften und Lebensmittelgeschäften in die Wege geleitet. „Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam richtig stark sein können. Im Grunde wollen wir alle doch das gleiche: Unsere Welt ein Stückchen besser machen.“

Das Konzept des Unverpackt-Ladens ist einfach: Einkaufen wie bei Tante Emma – nur dass die Kunden die Waren in mitgebrachten Mehrwegbehälter aus Glas oder Kunststoff abfüllen dürfen. Im Laden soll es lose Bio-Lebensmittel, Drogeriewaren, frisches Obst und Gemüse geben; alles aus nachhaltiger, ressourcenschonender, Fairtrade-zertifizierter und, wenn möglich, regionaler Produktion.

Diana Lantzen ist überzeugt: Im direkten Umgang mit Lebensmitteln – ohne störende Plastikhülle – entsteht ein neues Bewusstsein. Gerade für Kinder und junge Menschen bieten sich hier wertvolle Bildungs- und Erfahrungsfelder, die Diana Lantzen nutzen möchte: Ein integriertes Café soll deshalb zum Begegnungsraum werden, in dem es neben Kaffee und Kuchen auch Veranstaltungen und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit geben wird.

Einen Anstoß für die Realisierung des Unverpackt-Ladens hat für die junge Unternehmerin die fridays-for-future-Bewegung gegeben, die in den vergangenen Monaten auch in Wuppertal zahlreiche junge Menschen auf die Straße brachte.

Mit gleichgesinnten lokalen Gastronomen wie der Betreiberin des veganen Restaurant Fancy Foods, Bürgerinitiativen wie Zero Waste Bergisches Land, Einzelhändlern und sozialen, lokalen Akteuren in Unterbarmen hat Diana Lantzen daher schon Kontakt aufgenommen, die ihr mit Rat und Tat, aber auch mit Kooperationen zur Seite stehen wollen. „Denn wenn sich alle zusammentun“, so die Gründerin, „können wir viel erreichen.“

Über Diana Lantzen

Diana Lantzen lebt und arbeitet mit ihrer Familie in Wuppertal. Sie studierte Geographie, Politik und Soziologie in Bonn und lebte bis vor kurzem in Köln. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern ist sie zur Familie in ihre bergische Heimat zurückgekehrt.

Sie arbeitete über zehn Jahre deutschlandweit als Beraterin und IT-Leitung von großen Innovations- und Digitalisierungsprojekten und engagierte sich sowohl politisch als auch sozial in verschiedenen Vereinen und ihrem eigenen Verein „Gemeinsam Einfach Leben e.V.“, in dem sie Menschen insbesondere zum Arbeitsamt, begleitete. Sie ist u.a. für „Nager IT – Die erste faire Computermaus“, Grundeinkommens-Initiativen und „WirGehenMit.org – für ein menschliches Sozialsystem“ aktiv gewesen.

Zum Laden:

Die Eröffnung des Ladens „Ohne Wenn und Aber“ ist für Oktober/ November in der Alten Feuerwache in Unterbarmen, Am Brögel 32, geplant. Hier bekommen die Wuppertaler Lebensmittel für den täglichen Bedarf, regionales Obst und Gemüse sowie Backwaren und Milchprodukte. Ein integriertes Café soll mit Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit Menschen in Austausch bringen.

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