Fakten & Zahlen zur Nordbahntrasse

Es war ein echtes Mammut-Projekt, die Nordbahntrasse wieder aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Der Personenverkehr auf dem 23,2 Kilometer langen Teilstück der Bahnstrecke Düsseldorf-Derendorf nach Dortmund-Süd wurde 1991 eingestellt, der letzte Güterzug fuhr 1999.

Zurück blieben sieben denkmalgeschützte Tunnel und sechs – teilweise denkmalgeschützte – Viadukte. Die Gleise verrotteten und wucherten zu. Doch der Zug war für die Nordbahntrasse, die sich durch ganz Wuppertal schlängelt, zum Glück noch nicht abgefahren. Im Gegenteil!

Am 6. Februar 2006 gründete sich der Verein „Wuppertal Bewegung e.V." Den Vorsitz übernahm ein echter Macher, der Unternehmensberater Dr. Carsten Gerhardt. Ehrgeiziges Ziel des Vereins war es, der brachliegenden alten Bahnstrecke wieder neues Leben einzuhauchen. Kurze Zeit später hatte der Verein bereits über 1.000 Mitglieder und viele tausend weitere Unterstützer. Und jetzt wurde in die Hände gespuckt. Mit Hilfe von 3,3 Millionen Euro Spendengeldern von Wuppertaler Unternehmen und Bürgern startete man das ambitionierte Projekt Umbau der Nordbahntrasse in einen landschaftlich und auch für alle Altersklassen attraktiven Fuß-, Rad- und Inlineskating-Weg.

2010 waren die ersten zweieinhalb Kilometer Strecke zwischen der Buchenstraße am Rott und Schleswiger Straße fertiggestellt und eingeweiht. Am 19. Dezember 2014 wurde die gesamte Nordbahntrasse offiziell eröffnet. Neben den über 3 Mio. Euro Eigenmitteln aus Sponsorengeldern hat die Wuppertalbewegung e.V. mit Hilfe von Förderanträgen über 20 Mio. Euro Fördergelder von Land NRW, Bund und Europäischer Union nach Wuppertal geholt. Mit den geldwerten Leistungen aus den Arbeiten des Wichernhauses sind insgesamt rund 30 Mio. Euro in das Großprojekt geflossen, das Menschen verbindet und wegen des größten Sponsors „Dr. Werner Jackstädt Weg" heißt. Der überwiegende Teil dieser Mittel dient dem Schutz der Brücken und Tunnel – für den eigentlichen Wegebau sind weniger als 5 Mio. Euro Kosten angefallen.

Hinter den Machern des Vereins „Wuppertal Bewegung" liegt ein langer, steiniger Weg. Viele baurechtliche und artenschutzrechtliche (Fledermäuse etc.) Verordnungen mussten unterwegs eingehalten und umgesetzt werden. So bleibt der Tunnel Tesche ein Refugium für Fledermäuse und ist für Menschen gesperrt.

Kaum ist die Endstation erreicht, fassen Dr. Carsten Gerhardt und seine Mitstreiter das nächste Ziel ins Auge: Die Umgestaltung des rund zwei Kilometer langen Abzweiges von Oberbarmen nach Langerfeld.

Lise-Meitner-Straße 5 | 42119 Wuppertal | 0202 / 695 90 90 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!