Priv.-Doz. Dr. Juraj Kukolja Priv.-Doz. Dr. Juraj Kukolja Foto: Helios

FAST-Test hilft bei der Schlaganfallerkennung

FAST-Test hilft bei der Schlaganfallerkennung. Laut Helios-Chefarzt der Neurologie, Priv.-Doz. Dr. Juraj Kukolja, ist schnelles Handeln dringend geboten.

Wuppertal, 29.10.2018 - „Ein Schlaganfall trifft nie einen Menschen allein“ - Das ist das Motto des diesjährigen Welt- Schlaganfall-Tages am heutigen 29. Oktober. „Nicht nur für die Betroffenen, auch die Angehörigen ändert sich das Leben durch einen Schlaganfall von einer Minute auf die andere. Plötzlich sind sie nicht nur Ehemann, Sohn oder Schwester, sondern auch Gesundheits-Manager, Pfleger oder Psychologe“, so beschreibt es die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe in einem aktuellen Beitrag.

Schwerste andauernde Beeinträchtigungen treten insbesondere bei besonders schweren Schlaganfällen auf oder dann, wenn der Schlaganfall zu spät erkannt wird. „Schnelles Handeln ist gefragt“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Juraj Kukolja, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurophysiologie am Helios Universitätsklinikum Wuppertal.

Denn es gelte die Aussage: „Time is brain“ also „Zeit ist Gehirn“. „Je länger es dauert bis ein Patient mit Schlaganfall einer Behandlung zugeführt wird, desto größer ist das Risiko, dass das Gehirn unwiderruflich Schaden nimmt“, erklärt der Schlaganfall-Spezialist.

Wichtig! Die rechtzeitige Erkennung

Einer der wichtigsten Punkte in der Rettungskette ist deshalb die Erkennung des Schlaganfalls. „Die klaren Anzeichen für einen Schlaganfall müssen auch bei Laien bekannt sein“, sagt Dr. Kukolja. „Betroffene leiden oftmals unter Gleichgewichtsverlust, Schwindel- oder Schwächegefühlen, Lähmungserscheinungen im Gesicht und Problemen beim Sprechen, Verstehen oder beim Sehen.“

Deshalb empfiehlt Dr. Kukolja, sich den sogenannten FAST-Test einzuprägen, der dabei hilft, die Schlaganfallsymptome an einem Betroffenen zu erkennen. FAST steht als Abkürzung für die englischen Begriffe Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).

* Zunächst bittet man den Betroffenen zu lächeln. Bei einer durch einen Schlaganfall verursachten Halbseitenlähmung hängt ein Mundwinkel herab.

* Anschließend wird der Betroffene gebeten, beide Arme nach vorne zu strecken und die Handflächen nach oben zu drehen. Auch hier äußert sich eine Halbseitenlähmung. Entweder können nicht beide Arme gehoben werden oder ein Arm sinkt herab.

* Die dritte Übung: Der Betroffene soll einen einfachen Satz nachsprechen. Schlaganfallpatienten sind dazu oft nicht mehr in der Lage oder sie sprechen mit einer undeutlichen, verwaschenen Stimme.

Haben die drei Tests belegt, dass ein ernsthaftes gesundheitliches Problem vorliegt, muss es schnell gehen. Über die Notrufnummer 112 sollte sofort Hilfe gerufen werden, damit der Patient so schnell wie möglich in einer spezialisierten Klinik behandelt werden kann.

Schlaganfallpatienten so schnell und umfassend wie möglich behandeln: Das ist die Aufgabe der Spezialisten am Helios Universitätsklinikum Wuppertal. Das Haus verfügt über eine
zertifizierte Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit), die regelmäßig nachweisen muss, dass die Strukturen sehr effizient und damit auf die besonderen Bedürfnisse von Schlaganfallpatienten ausgerichtet sind.

Im Helios Universitätsklinikum Wuppertal stehen alle Behandlungswege rund um die Uhr zur Verfügung. Dazu zählen die medikamentöse Behandlung, die Entfernung von Gefäßverstopfungen und Stabilisierung von hirnversorgenden Gefäßen mit Hilfe von Kathetertechniken (z.B. Thrombektomie) sowie in bestimmten Fällen eine Operation, die von Neurochirurgen durchgeführt wird.

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
| Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!