Prof. Dr. Petra Thürmann Prof. Dr. Petra Thürmann Foto: Helios Klinikum

Helios-Erklärung zum Thema Chefarztwechsel

In unserer August-Print-Ausgabe finden Sie ein Interview mit Helios-Geschäftsführer Dr. Niklas Cruse. Titel: "Das Helios Universitätsklinikum Helios Wuppertal stellt sich neu auf". Jetzt äußern sich weitere führende Helios-Köpfe zum Thema Chefarztwechsel.

Wuppertal, 09.08.2018 - In der Presseerklärung heisst es: In den letzten Tagen wurde mehrfach über Veränderungen im Helios Universitätsklinikum Wuppertal berichtet. Die Ärztliche Direktorin, Prof. Dr. Petra Thürmann, und weitere Chefärzte, stellen hiermit Ihre Sicht der Entwicklungen dar.

„Wir betreiben mit dem Helios Universitätsklinikum Wuppertal ein Krankenhaus, das seit Jahren eine medizinische Versorgung in der Region auf höchstem Niveau sicherstellt. Dies ist möglich mit engagierten und anerkannten Medizinern, hervorragenden Pflegekräften und einem tollen Team. Wenn es darauf ankommt, vertraut man unserem Können. Darauf sind wir zu Recht stolz. Diesen Weg weiter zu gehen und das Klinikum in diesem Sinne weiter zu entwickeln, ist das gemeinsame Ziel der Klinikleitung und der Mitarbeiter unseres Hauses“, stellt Prof. Petra Thürmann den Grundpfeiler der Entwicklungsstrategie für das Klinikum heraus.

„Die aktuell diskutierten Chefarztwechsel sind dabei individuelle Entscheidungen. In vielen Fällen waren Stellen bereits seit einiger Zeit unbesetzt und wir konnten nun gute und anerkannte Nachfolger für unser Haus gewinnen. In anderen Fällen geht es um eine möglichst gute Regelung für die Vorbereitung des Ruhestandes. Hier haben wir zum Teil schon jetzt gemeinsam mit den Ärzten Weichen gestellt, obwohl und gerade weil die Kollegen noch länger an Bord bleiben und uns dabei unterstützen“, so Prof. Petra Thürmann weiter.

Über folgende Veränderungen im Klinikum möchten wir Sie informieren:

Prof. Stephan Roth (Urologie) und Prof. Hubert Zirngibl (Chirurgie) werden auch in den nächsten Jahren weiter am Klinikum tätig sein. Sie wechseln noch nicht in den Ruhestand, werden aber bereits jetzt Nachfolger suchen, diese einarbeiten und bis zu ihrem regulären Renteneintritt kollegial begleiten.

„Mir ist es ein persönliches Anliegen, dass wir die Urologie am Helios Universitätsklinikum Wuppertal für die Zukunft bestmöglich aufstellen. Daher werde ich zusammen mit einem neuen Chefarztkollegen, mit dem ich die Abteilung bis zu meinem Ruhestand gemeinsam leite, hier in Wuppertal weitere innovative Behandlungsmethoden einführen und begleiten. Konkret geht es dabei um die robotergestützte Chirurgie. So wächst mein Nachfolger mit seinen Kompetenzen in ein eingespieltes Team bereits weit vor meinem Ruhestand."- 
Prof. Stephan Roth, Chefarzt.

Auch in der Hautklinik steht der reguläre Ruhestand von Chefarzt Prof. Percy Lehmann bevor. Er wird der Klinik dennoch weiterhin als so genannter „Senior Consultant“ mit eigener Sprechstunde in beratender Funktion erhalten bleiben. Die Chefarztposition wird dann zum 01.01.2019 neu besetzt.

„Es ist eine schöne Möglichkeit, mich weiterhin für das Klinikum und unsere Patienten einzubringen, wenn ich das Krankenhaus als Senior Consultant auch über den Ruhestand hinaus fachlich begleiten darf. Ich komme gerade von einem Kongress, wo mich viele Kollegen um diese Möglichkeit beneidet haben.“ - Prof. Dr. med. Percy Lehmann, Chefarzt

In der Nephrologie hat sich der aktuelle Chefarzt, Dr. Scott-Oliver Grebe, aus persönlichen Gründen für einen Wechsel entschieden. Er wird die Klinik Ende September verlassen. Auch hier konnte bereits ein Nachfolger gefunden werden, der im Oktober startet.

„Für mich war das keine Entscheidung gegen das Helios Universitätsklinikum Wuppertal, sondern eine individuelle Entscheidung, noch einmal eine andere Herausforderung anzunehmen. Ich bin dem Haus nach wie vor sehr verbunden.“ - Dr. med. Scott-Oliver Grebe, Chefarzt

Komplett neu eingerichtet wurde eine Schmerzklinik. Das neue Angebot für Schmerzpatienten wird von Chefarzt Dr. Thomas Cegla geleitet, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

Für die bereits seit etwa einem Jahr nur kommissarisch besetzte Chefarztposition in der HNO-Klinik kam mit Prof. Ulrich Sommer ein Spezialist von der Universitätsklinik Mannheim nach Wuppertal.

Auch in der Neurologie konnte mit Priv.-Doz. Dr. Juraj Kukolja von der Universitätsklinik Köln ein in Fachkreisen sehr anerkannter Kollege als Chefarzt gewonnen werden.

Für die Augenklinik, in der die Chefarztposition jetzt länger unbesetzt war, wird es als ganz neues Modell eine Dreierspitze von Chefärzten geben. Das Team wird in Kürze mit all seinen bisherigen und neuen Kompetenzen präsentiert.

Auch in Zukunft wird es am Helios Universitätsklinikum Wuppertal Wechsel auf Chefarztpositionen geben – wie in jedem größeren Krankenhaus. Das Ziel ist dabei jedoch immer klar: Die bestmögliche Patientenversorgung mit einem guten und ausgewogen besetzen Team.

„Mit der Mischung aus erfahrenen Experten und jungen Spezialisten haben wir genau das medizinische Know-how, das ein Haus unserer Größe benötigt“ - Prof. Dr. Petra Thürmann, Ärztliche Direktorin.

Neben der Investition in Expertise und gutes Personal, werden am Helios Universitätsklinikum aber auch neue Gebäude gebaut und Stationen saniert. Zweibettzimmer mit eigenem Bad, moderne Behandlungsräume, innovative Medizintechnik – Patienten profitieren direkt von dem Geld, das Helios in die Klinik investiert.

Dafür muss aber zunächst auch Geld verdient werden, denn den überwiegenden Teil aller Anschaffungen muss die Klinik selbst finanzieren. Eine Vorgabe von 15 Prozent Renditeerwartung, wie berichtet wurde, gibt es dabei nicht. Jede Klinik in der Helios Gruppe ist eigenständig und bestimmt seinen Wirtschaftsplan selbst. Dass es aber ausreichend Gewinne geben muss, um Kliniken weiterzuentwickeln und für die Zukunft aufzustellen, ist ebenso nachvollziehbar.

Dem gegenüber stehen viele Beispiele von Kliniken, die nicht wirtschaftlich arbeiten und aufgrund des Investitionsstaus dringend erforderliche Modernisierungen nicht umsetzen können. Das spüren dann auch Patienten sehr deutlich. Das Ziel ist eine Klinik, die wirtschaftlich arbeitet, damit sie mehr in die Qualität zurück investieren kann, als andere.

„Wer medizinisch gute Qualität bieten will, muss die dafür notwendigen Investitionsmittel erst einmal erwirtschaften. Die Alternative sieht man überall: Während wir in eine neue und moderne Geburtshilfe investieren konnten, schließen Krankenhäuser im ganzen Land ihre Geburtshilfe, weil sie nur schwerer wirtschaftlich zu betreiben ist. Mir ist unser Weg lieber“, so Prof. Petra Thürmann.

Soweit die Stellungnahmen von Prof. Dr. Petra Thürmann und einigen Chefärzten  

 

 

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