Als Humboldt-Stipendiat forscht Dr. Peter Farayibi am Lehrstuhl für Neue Fertigungstechnologien und Werkstoffe bei Prof. Dr.-Ing. Sebastian Weber (li.). Als Humboldt-Stipendiat forscht Dr. Peter Farayibi am Lehrstuhl für Neue Fertigungstechnologien und Werkstoffe bei Prof. Dr.-Ing. Sebastian Weber (li.). Foto: Marylen Reschop

Humboldt-Stipendiat aus Nigeria forscht im Solingen

Humboldt-Stipendiat aus Nigeria forscht im Solinger Forum Produktdesign. Der nigerianische Wissenschaftler Dr. Peter Farayibi ist zu Gast an der Bergischen Universität Wuppertal.

Wuppertal, 23.07.2019 - Als Humboldt-Stipendiat forscht er im Solinger Forum Produktdesign am Lehrstuhl für Neue Fertigungstechnologien und Werkstoffe bei Prof. Dr.-Ing. Sebastian Weber.

Für Peter Farayibi ist es bereits der zweite Aufenthalt bei seinen Gastgebern am Solinger Standort der Hochschule. 2018 forschte er hier für drei Monate an Beschichtungen zum Schutz vielgenutzter Bauteile. „Ich habe davor viele Professoren angeschrieben, ihnen mein Thema vorgestellt und nach einer Zusammenarbeit gefragt. Prof. Weber hat mir sehr schnell geantwortet und Interesse gezeigt“, berichtet der 39-jährige Dozent von der Federal University of Technology, Akure in Nigeria.

Farayibis Profil überzeugte den Hochschullehrer der Bergischen Universität: „Die Bewerbung las sich vielversprechend, sein Lebenslauf und seine Expertise passten gut zu unserer wissenschaftlichen Ausrichtung.“ Gemeinsam bemühten sie sich damals um ein dreimonatiges Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und waren erfolgreich.

Nun ist Farayibi zurück in Solingen: „Ich habe mich hier 2018 sehr wohlgefühlt. Das Arbeitsklima in der Forschungsgruppe war sehr angenehm.“ Diesmal bleibt er für ein ganzes Jahr. Dank eines Stipendiums der Alexander-von-Humboldt-Stiftung kann er nun an den Fragestellungen weiterforschen, die nach seinem ersten Aufenthalt offengeblieben und neu entstanden sind. Dabei steht die Charakterisierung von Schichtverbundwerkstoffen auf Eisenbasis im Fokus seiner Arbeit.

„Letztlich geht es darum, wie zwei Materialien – das eine zäh und weich, das andere hart und spröde – so zusammengebracht werden können, dass man einen verschleiß- und korrosionsbeständigen Schichtverbund entwickelt. Dabei soll der entstandene Mehrlagensinterverbund aber weiterhin harte und zähe Eigenschaften aufweisen“, erklärt Weber. Von Bedeutung ist das u.a. bei der Herstellung schneidender Werkzeuge – beispielsweise für Maschinenmesser in der industriellen Anwendung.

Der Forschungsgast aus Nigeria führt Experimente und Simulationen durch, um die Materialkombination sowie den so genannten Sinterprozess zu optimieren und mehr über die Reaktionen an der Grenzfläche der beiden Stoffe zu erfahren.

Bis Ende Mai 2020 lebt Dr. Peter Farayibi mit seiner Frau sowie seinen zwei Kindern in Wuppertal und pendelt zur Arbeit. Die Freizeit will er auch dafür nutzen, seine Deutschkenntnisse zu verbessern und so am Stadtgeschehen teilnehmen zu können.

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