Vivek Jaisree Mohandas Vivek Jaisree Mohandas Foto: Wuppertal-Institut

Indischer Stipendiat forscht am Wuppertal-Institut

Vivek Jaisree Mohandas aus Indien erhielt eines der renommierten Bundeskanzler-Stipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung. Ab November wird er am Wuppertal Institut zum Thema Kreislaufführung von Bau- und Abbruchabfällen forschen.

Wuppertal, 13.09.2018 - Mit dem Bundeskanzler-Stipendium für angehende Führungskräfte der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten jährlich bis zu 50 hochtalentierte Nachwuchsführungskräfte aus den USA, Russland, China, Brasilien und Indien – jeweils zehn pro Nation – die Möglichkeit, ein Jahr in Deutschland zu verbringen.

Zusammen mit deutschen Gastgeberinnen und Gastgebern realisieren sie ein selbstgewähltes Projekt. Das Programm steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlderin Angela Merke und zielt darauf ab, dass sich angehende Entscheidungsträger, Multiplikatoren und Impulsgeber aus verschiedenen Arbeitsbereichen – etwa aus Politik, öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur – mit anderen internationalen Nachwuchsführungskräften vernetzen und nach neuen Antworten auf die globalen Fragen der Zeit suchen.

Vivek Jaisree Mohandas: "Ich freue mich auf die grüne Stadt Wuppertal sowie die kulturellen und wissenschaftlichen Erfahrungen, die vor mir liegen. Ich möchte mich während meines Aufenthalts tiefgehend mit den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit auseinandersetzen und realistische Strategien entwickeln, wie diese Ziele gelingen können. Zusammen mit dem Wuppertal Institut freue ich mich den Austausch zwischen Deutschland und Indien anzuregen." Der Süd-Inder freut sich über die Verleihung des Stipendiums und die künftige Zusammenarbeit.

Während des Deutschlandaufenthalts führen die Stipendiatinnen und Stipendiaten eigenständig entwickelte, forschungsnahe Projektvorhaben an Gastinstitutionen durch. Dabei werden sie von selbstgewählten Gastgebern in Deutschland betreut, die eine erforderliche Expertise für die jeweiligen Projektthemen besitzen. Gleichzeitig können sie sich im Rahmen gemeinsamer Programmveranstaltungen intensiv mit den sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und historischen Gegebenheiten in Deutschland vertraut machen.

Vivek Jaisree Mohandas besucht seit Anfang Juli bis Oktober 2018 einen Intensivdeutschkurs in Bonn, der ebenfalls Teil des Stipendiums ist. Ab Oktober findet dann ein vierwöchiges Einführungsseminar in Bonn und Berlin statt, bei dem die Alexander von Humboldt-Stiftung den Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit gibt, einen ersten Einblick in Gesellschaft und Politik, Wirtschaft und Kultur Deutschlands zu gewinnen und Kontakte mit Multiplikatoren und Partnern zu knüpfen. Auch eine persönliche Begrüßung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in diesem Zeitraum vorgesehen.

Ab November nimmt Mohandas seine Forschung am Wuppertal Institut auf. Dr. Henning Wilts, Leiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft, freut sich, das indische Nachwuchstalent in Empfang zu nehmen: „Ich denke, es liegt ein spannendes Jahr vor uns und ich freue mich, zusammen mit Vivek Jaisree Mohandas die deutsch-indische Zusammenarbeit innerhalb der Nachhaltigkeitsforschung und Kreislaufwirtschaft vorantreiben zu können.“

Vivek Jaisree Mohandas erzielte seinen Masterabschluss am Indian Institute of Technology – Bombay (IIT-B) im Bereich Umweltwissenschaften und Ingenieurwesen. Aktivität und Engagement zeigt er vor allem in den Bereichen Abfallverwertung und -wiederaufbereitung in Indien. Unter anderem arbeitet er für GMS Leadership, dem international, größten Schiffrecyclingunternehmen, das Vorreiter für das Green Ship Recycling Program (GSRP), also der nachhaltigen Verwertung von Schiffen, ist.

Mohandas forscht dort im Bereich Ingenieurswesen, Bauabfall und Ressourcen und wird in Zukunft sein Wissen in der Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut einfließen lassen.

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