Lücke in der Schulstatistik: Migrationshintergrund nicht ganzheitlich erfasst © Robert Kneschke / Fotolia.com

Lücke in der Schulstatistik: Migrationshintergrund nicht ganzheitlich erfasst

Da die amtliche Schulstatistik auf Bundesebene bisher keine Auskunft über den Schulbesuch von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gibt, hat Dr. Thomas Kemper von der Uni Wuppertal jetzt ein Diskussionspaper zum Thema veröffentlicht.

Wuppertal, 21. März 2016. Dr. Thomas Kemper, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung veranschaulicht in seiner Arbeit "ZUR LANDESSPEZIFISCHEN ERFASSUNG DES MIGRATIONSHINTERGRUNDS IN DER SCHULSTATISTIK – (K)EIN GEMEINSAMER NENNER IN SICHT?" den aktuellen Stand der schulstatistischen Erfassung von Migration in den Bundesländern.

Demnach unterscheiden sich zwischen den Ländern teilweise sowohl die erhobenen Migrationsmerkmale, die Bezeichnungen, als auch die Messbarmachung des Migrationshintergrundes. "Konsequenz ist, dass die Bildungssituation von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund anhand von Daten der amtlichen Schulstatistik auch in naher Zukunft weiterhin nicht auf Bundesebene analysiert werden kann", so Kemper. Schulstatistische Vergleiche zwischen den Ländern seien aufgrund teilweiser Inkompatibilität unmöglich.

Kempers Vorschlag: In allen Ländern sollte zumindest ein Minimum vergleichbarer Informationen zum Migrationshintergrund abgefragt werden. Das sei unter anderem hinsichtlich der Bildungsforschung, Bildungspolitik und -planung von großer Bedeutung. 

Weitere Einzelheiten und Download des Papers unter: http://www.wib.uni-wuppertal.de/forschung/aktuelle-publikation.html 

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