Schulpreis 2015 geht an Gesamtschule Barmen Foto: Robert Bosch Stiftung / Theodor Barth

Schulpreis 2015 geht an Gesamtschule Barmen

Die Gesamtschule Barmen gewinnt den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2015. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute, 10. Juni 2015, in Berlin die Auszeichnung überreicht.

„Andere Schulen können von der Gesamtschule Barmen lernen, wie Partizipation und Teilhabe in exzellenter Weise gelebt werden." sagte Jury-Sprecher Professor Michael Schratz von der Universität Innsbruck zur Preisverleihung. Der Erfolg der Schule messe sich am Erfolg der Schülerinnen und Schüler: Obwohl nur 17 Prozent eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalten haben, wechseln rund 60 Prozent der Jugendlichen in die gymnasiale Oberstufe. Seit Jahren hat kein Jugendlicher die Schule ohne Abschluss verlassen. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury vom Schulklima, alle Kinder und Jugendlichen übernehmen Verantwortung, als Pate, Medienscout oder Schulsanitäter. Mehr als die Hälfte der 1.361 Schüler wächst mit nur einem Elternteil auf, ein Drittel hat ausländische Wurzeln.

„Wir freuen uns, mit der Gesamtschule Barmen eine Schule auszuzeichnen, die zeigt, wie gut es funktionieren kann, wenn Haupt-, Real- und Förderschüler gemeinsam mit Gymnasiasten lernen", sagt Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. Kinder mit Handicaps lernen an der Schule gemeinsam mit den anderen Kindern. Das gelingt vor allem dank gemeinsamer Projekte, Klassenarbeiten und Tests – sogenannten „Unterrichtspartituren" für alle Fächer, die vom Kollegium entwickelt werden.

Seit 2006 vergeben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung den Deutschen Schulpreis. Seitdem haben sich 1.500 Schulen für den Preis beworben. Die Entscheidung über die Preisträger fällt die Jury anhand von sechs Qualitätsbereichen: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Die ausgezeichneten Schulen vernetzen sich seit Gründung miteinander und sorgen dafür, dass auch andere Schulen in Workshops, Seminaren und Hospitationsprogrammen von den Erfahrungen der Preisträger profitieren. Anfang 2015 haben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung die Deutsche Schulakademie gegründet, die als unabhängige Institution für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung die Erfahrungen der rund 50 Preisträgerschulen für andere Schulen und Schulträger verfügbar machen soll.

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