Prof. Dr. Andreas Frommer, Uni-Prorektor für Studium und Lehre und Informatiker Prof. Dr. Andreas Frommer, Uni-Prorektor für Studium und Lehre und Informatiker Foto: Bergische Universität

Studierende: Es lohnt sich, Wuppertal zu erforschen

22.000 Studierende sind an der Bergischen Universität für das Wintersemester eingeschrieben. Uni-Prorektor Prof. Dr. Andreas Frommer: „Es lohnt sich, Wuppertal zu erforschen.“

Aus unserer Oktober-Print-Ausgabe - Wuppertal, 09.10.2018 - Viele Abiturientinnen und Abiturienten aus ganz Deutschland starten in Wuppertal mit dem Wintersemester 2018 in ihr Studium. Insgesamt 22.000 Studierende werden im Wintersemester die Hörsäle füllen. Die Bergische Universität genießt bundesweit einen exzellenten Ruf - nicht zuletzt wegen Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch (55), der bereits dreimal als Uni-Rektor des Jahres ausgezeichnet wurde und wegen seines hochqualifizierten Hochschullehrer-Teams. Flankierend entwickelt sich die Bergische Metropole immer mehr zu einer Studentenstadt. Die STADTZEITUNG hat sich mit dem Uni-Prorektor für Studium und Lehre und Informatiker Prof. Dr. Andreas Frommer unterhalten.

DS: Losgelöst von herausragenden Studienbedingungen, was erwartet die Studierenden, die jetzt Wuppertal zu ihren Zweitwohnsitz auf Zeit machen?

Dr. Andreas Frommer: „Studieren ist ja viel mehr als reines Lernen, Studieren ist ein prägender Lebensabschnitt, eine entscheidende Zeit für die Persönlichkeitsentwicklung. Die Universität bietet über die Lehrveranstaltungen hinaus zahlreiche Möglichkeiten, sich gesellschaftlich zu engagieren, in Chor, Orchester oder im Sport mit anderen aktiv zu sein oder auch das kulturelle Leben in Wuppertal - besonders kostengünstig mit der Bühnenflatrate - ergründen.“

DS: Was hat Wuppertal für junge, wissbegierige Neubürger abseits der Uni zu bieten?

Dr. Andreas Frommer: „Zusätzlich zu Kultur und Sport möchte ich hier einen weiteren Punkt besonders herausheben: Wuppertal ist ein Ort mit einer großen Geschichte, die weit über Wuppertal hinaus gewirkt hat und noch wirkt. Das ist verbunden mit Namen wie Friedrich Engels oder Pina Bausch, aber zum Beispiel auch mit der Barmer Erklärung der bekennenden Kirche. Neugierige Neubürger können in zahlreichen Einrichtungen dieser Geschichte nachforschen und sie dabei auch auf unsere Gegenwart beziehen.“

DS: Welche Argumente können Sie Studierenden an die Hand geben, über ihr Studium hinaus Wuppertalerinnen oder Wuppertaler zu bleiben?

Dr. Andreas Frommer: „Wuppertal ist die grünste Großstadt Deutschlands. Verschiedene Viertel der Stadt befinden sich in einem äußerst spannenden Umbruch. Hier werden die Lebenswelten von morgen, gesellschaftlich und technologisch, geschaffen und Studierende wie Absolventen der Universität können diese auch als Bewohner mit gestalten. Zudem vereinbart Wuppertal eine sehr lebenswerte direkt Umgebung mit der Anbindung an eine große Metropolregion, in welcher höchstrangige Kultur- und Sportereignisse auf der Tagesordnung stehen.“

DS: Wie werten Sie persönlich die ständig steigende Zahl der Studierenden an fast allen deutschen Universitäten?

Dr. Andreas Frommer: „Ich denke, dass dies eine logische und dienliche Entwicklung ist. Die Zukunft der Arbeit in einem hochentwickelten Land wie Deutschland liegt in den hochqualifizierten Jobs und in der Fähigkeit der Berufstätigen, im Laufe ihres Arbeitslebens sich auf Veränderungen einzustellen und sich Neues anzueignen. Genau darauf bereitet das Studium an der Universität vor. Dabei will ich nicht verhehlen, dass die hohen Studierendenzahlen für die Universitäten auch finanziell eine Herausforderung darstellen, für die wir weiterhin auf zusätzliche Unterstützung durch das Land angewiesen sind.“

DS: Die Uni ist aufgrund der Topografie und der Grundstücksgrenzen eine ewige Baustelle und hat mehrere über die Stadt verstreute Standorte. Haben Sie sich damit arrangiert?

Dr. Andreas Frommer: „Die Universität konzentriert sich auf drei Standorte: Grifflenberg, Freudenberg und Haspel. Damit sind wir im Vergleich zu vielen anderen Hochschulen immer noch eine Universität "der kurzen Wege". Wünschen würde ich mir, dass es dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes als unserem Bauherrn gelänge, für uns schneller als bisher die an den drei Standorten durchaus noch verfügbaren Potenziale für Renovierungen und Neubauten zu erschließen.“ (PP)

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