Tanzen in der Schwebebahn - Der letzte Sonntag sorgte für Überraschungen Foto: Anna Schwartz

Tanzen in der Schwebebahn - Der letzte Sonntag sorgte für Überraschungen

Eine außergewöhnliche Tanz-Performance sorgte am frühen Sonntagnachmittag in der Schwebebahn und auf den Bahnsteigen für Staunen.

Wuppertal, 19. Juli 2016. "Wupper-Wippchen" heißt ein bekanntes Gedicht von Joachim Ringelnatz, das die drei Tänzer der Essener Folkwang Universität bei ihrer Schwebebahn-Performance am Sonntag inspirierte. Nirgends scheinen die Begegnungen so kurz und flüchtig, aber auch so intensiv, wie in der "Schwebe". Wie nah muss man sich kommen, um sich wirklich zu begegnen? Einen Bahnsteig entfernt, oder nur einen Fuß breit? Das war eine von vielen Fragen, die die Tänzer sich an den Schwebebahn-Haltestellen stellten. Sie vermaßen den Abstand zu den Wartenden, legten sich gemeinsam zum Schlafen nieder, entfernten sich voneinander und fanden wieder zusammen.

Wenig Platz für Bewegung, aber umso mehr für Begegnung boten die Wagons - drei mal von der Ohligsmühle bis zur Loher Brücke und zurück. Hier bekamen die Fahrgäste Improvisationen, Begegnungen und Geschichten geboten. Zu bunten Postkarten, auf denen Lieblingsorte von Wuppertalern zu sehen waren, erzählten die Künstler wahre und erfundene Geschichten. 

Für die drei Absolventen des Studiengangs Physical Theatre der Essener Folkwang Universität, Sebastian Gisi, Elisabeth Hofmann und Alejandra Jenni Palma, war es das erste Mal, dass sie inkognito und ohne festgelegte Inszenierung im öffentlichen Raum auftraten. Die Cellistin Elisabeth Fügemann begleitete die Performance mit hypnotischen Klängen. Geleitet wurde das Projekt von Prof. Thomas Stich vom Studiengang Physical Theatre.

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