Jetzt hat die BHC-Weste doch noch einen Fleck. Doch Beirat Jörg Föste und seine Mitstreiter können es verkraften Jetzt hat die BHC-Weste doch noch einen Fleck. Doch Beirat Jörg Föste und seine Mitstreiter können es verkraften Foto: BHC 06

Jetzt hat es den BHC doch noch auswärts erwischt

Die blütenweiße BHC-Auswärtsweste hat jetzt doch noch einen Fleck bekommen. Die Bergischen Löwen verloren beim VfL Lübeck-Schwartau mit 22:24 (12:13). 

Wuppertal, 13.05.2018 - Es brauchte einen Kracher vom fliegenden Schweden Linus Arnesson, damit die Bergischen Löwen den ersten Treffer des Spiels verbuchen konnten. Zuvor blieben gleich drei Angriffsversuche des BHC Beute von VfL-Schlussmann Dennis Klockmann, sodass die Hausherren mit 2:0 (4.) in Führung gingen.

Das Schweden-Duo in Diensten der Gäste war es, dass den BHC mit zwei Toren von Darj und einem Arnesson-Treffer beim 3:3 (9.) durch die ersten zehn Minuten trug, ehe Lübeck auf 5:3 (11.) vorlegte. Nach einem harten Foul an Löwen-Linksaußen Milan Kotrc sah Podpolinski bei den Gastgebern früh die rote Karte – den fälligen Siebenmeter verwandelte Gunnarsson sicher zum 4:5 (12.).

Nach etwas mehr als einer Viertelstunde hatten die Löwen durch Gunnarsson den zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand wieder egalisiert, ließen aber nach dem 7:7 (17.) die Chance auf die erste Führung des Nachmittags aufgrund eines technischen Fehlers liegen. Und so konnte die Mannschaft von VfL- Coach Torge Greve wieder auf 10:8 (23.) vorlegen. BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze reagierte auf der Torhüterposition und brachte Bastian Rutschmann für Christopher Rudeck in der Hoffnung zwischen die Pfosten, dass der BHC-Keeper wie sein Gegenüber Klockmann zum wichtigen Faktor für die Defensive werden würde.

Doch Rutschmann konnte den auf drei Treffer angewachsenen Rückstand nicht verhindern, als Akermann einen Abpraller aus dem Getümmel aufnahm und zum 13:10 (28.) für Schwartau netzte – Auszeit BHC. Die Bergischen behielten die Ruhe und verkürzten so durch Babak und Gunnarsson bis zur Halbzeitpause auf 12:13.

Nach dem Wiederanpfiff war Rutschmann gleich mehrfach auf dem Posten und ebnete mit seinen Paraden so den Weg für die 15:14-Führung (34.) der Bergischen durch Tomas Babak. Der Innenpfosten des Lübecker Gehäuses verhinderte, dass Gunnarsson auf plus Zwei für den BHC auflegen konnte, der VfL glich wieder aus. Doch dann gelang dem isländischen Rechtsaußen nach dem 15:16 (36.) durch Nippes die Zwei-Tore-Führung, nachdem Rutschmann erneut parierte und Gunnarsson auf die Reise schickte.

Während einer Strafzeit gegen Szücs kamen die Gastgeber – einen Treffer zurück – mit zwei Toren wieder zur 18:17-Führung (40.), die Gunnarsson postwendend von der Siebenmetermarke ausglich. Beide Mannschaften lieferten sich ein packendes und rassiges Handballspiel mit ständig wechselnder Führung. Mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Damm konnte BHC-Keeper Rutschmann beim Anbruch der letzten zehn Minuten das 21:20 festhalten.

Doch seine Vorderleute verpassten es, nachzulegen und die Marzipanstädter glichen erneut aus. Das bessere Nervenkostüm sollte im Topduell der Liga die Entscheidung bringen. Zunächst scheiterten beide Offensivreihen wiederholt an stark auftrumpfenden Torhütern. Der VfL dann mit einem Tor hauchdünn vorn, als Fabian Gutbrod gleich bei zwei Versuchen seinen Meister in Klockmann fand und Ranke bei offener BHC- Deckung den 24:22-Siegtreffer (60.) erzielte.

Stimmen zum Spiel

Sebastian Hinze: „Glückwunsch an Torge und sein Team zum Sieg. Wir haben uns gegen die 6:0-Abwehr etwas vorgenommen, aber sind in der ersten Halbzeit oftmals mit unseren Rückraumwürfen gescheitert. Im zweiten Durchgang haben wir es dann spielerisch besser gestaltet. Als Lübeck berechtigt aufgrund ihrer Taktik das Tempo rausnimmt, waren wir genervt und haben auch das Tempo rausgenommen, was uns so nicht passieren darf. Aufgrund der entscheidenden Phase geht es in Ordnung, weil wir nicht die richtigen Lösungen gefunden haben.“

Torge Greve: „Danke für die Glückwünsche. Heute war eine unserer wenigen Chancen das disziplinierte Spiel und das Vermeiden technischer Fehler. Darüber sind wir zum Erfolg gekommen und auch die Herausnahme des Tempos hat uns weitergebracht, den BHC genervt. In der entscheidenden Phase haben wir auch etwas Glück, aber insgesamt haben wir verdient gewonnen. Gerne gratuliere ich dem BHC aber noch zu einer überragenden Saison.“

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1), Mallwitz – Glabisch, Lauenroth (1), Genda (3), Podpolinski (1), Akerman (5), Ranke (3), Waschul, Schult (3), Damm (1/1), Köhler, Claasen (1), Schlichting, Bruhn, Metzner (5). Trainer: Torge Greve

Bergischer HC: Rudeck, Rutschmann – Kotrc, Artmann, Gutbrod (2), Bettin, Babak (2), Arnesson (2), Szücs (2), Darj (3), Petrovsky, Dell, Nippes (3), Criciotoiu, Majdzinski, Gunnarsson (8/4). Trainer: Sebastian Hinze (th)



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