BHC-Trainer Sebastian Hinze muss wieder improvisieren BHC-Trainer Sebastian Hinze muss wieder improvisieren Foto: BHC 06

'Löwen' nehmen die 'Eulen' aufs Korn

Improvisation ist am Sonntagnachmittag (16 Uhr) erneut gefragt bei den BHC-Löwen. In Ludwigshafen bei den Eulen sind die Einsätze beider Innenblockspieler Max Darj und Csaba Szücs in Gefahr.

Wuppertal, 24.05.2019 - Max Darj kann mit einem Daumenbruch auf keinen Fall spielen, bei Csaba Szücs besteht noch Hoffnung. "Um gegen die Eulen punkten zu können, müssen wir uns mit einer guten Angriffsleistung stabilisieren", sagt Trainer Sebastian Hinze vor der Partie beim Schlusslicht der DKB Handball-Bundesliga.

"Die Situation ist der zum Auswärtsspiel in Leipzig ähnlich", beschreibt Hinze. "Wir werden voraussichtlich nicht von Anfang an kompakt in der Abwehr stehen." Denn umstellen müssen die Löwen in jedem Fall. Darj, der auch in Minden am kommenden Mittwoch noch fehlen wird, wäre eigentlich im Innenblock gesetzt. Sein Spannmann, Csaba Szücs, hat seit knapp drei Wochen nicht mehr mit Kontakt trainiert. Ob der an der Hand verletzte Slowake spielen kann, entscheidet sich kurzfristig.

Neben Leos Petrovsky, der zuletzt erkrankt ausfiel, kommen Kristian Nippes, Alexander Weck und möglicherweise der mit einem Doppelspielrecht ausgestattete Lukas Stutzke (Bayer Dormagen) für die verantwortungsvolle Rolle im Deckungszentrum in Frage. Auch die Umstellung auf eine 5:1-Variante ist eine Option.

"Im Normalfall stabilisieren wir uns über unsere Abwehr. Das müssen wir diesmal über den Angriff schaffen", weiß Hinze.

Gegen die 5:1-Deckung des Bundesliga-Schlusslichts haben die Löwen in den vergangenen Tagen Lösungen erarbeitet. "Es ist wichtig, dass wir in den Abschluss kommen", sagt der Coach. "Wir müssen das Heft des Handelns in der Hand halten, dürfen uns nicht stressen lassen." Dann ist die Chance groß, dass der BHC seiner Favoritenrolle gerecht werden kann.

Den Eulen Ludwigshafen droht der Abstieg. Eine weitere Niederlage würde den Gang zurück in die 2. Liga besiegeln. "Vor zwei Jahren haben wir selbst erlebt, dass es Kräfte freisetzen kann, wenn man eigentlich weiß, dass man abgestiegen ist. Ob das auch Ludwigshafen beflügelt, werden wir sehen", sagt Sebastian Hinze. Das Schlusslicht kommt zwar kaum über das Tempospiel und hat in der Bundesliga die wenigsten Treffer erzielt, doch zuletzt hat sich die Mannschaft gerade defensiv gesteigert.

Mit Matej Asanin hat der Club einen guten Torhüter nachverpflichtet. Der Zugang bot schon mehrere starke Leistungen und trieb beim 20:19 den TBV Lemgo mit einer Fangquote von 45 Prozent zur Verzweiflung. Der Erfolg gegen die Ostwestfalen war allerdings erst der zweite und bisher letzte Saisonsieg der Eulen, die dazu noch vier Mal remis spielten. Spielerische Klasse hat das Team von Trainer Benjamin Matschke ebenfalls kürzlich wieder dazugewonnen. Alexander Feld steht nach überstandenem Achillessehnenriss wieder auf dem Feld.

Trotzdem wollen die Löwen in der Pfalz gewinnen und damit auch die Chance auf einen europäischen Startplatz wahren. "Wir sprechen schon über diese Möglichkeit", sagt Hinze. "Die

Trainingsintensität ist dadurch nicht höher. Das wäre auch tragisch, wenn es das brauchen würde. Aber es ist schon zu spüren, dass die Anspannung noch mal gestiegen ist."

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