Wolf Biermann Wolf Biermann Foto: Hans Scherhaufer

Biennale-Ausblick: Wolf Biermann, Draesener & Lüscher

In der zweiten Woche der Wuppertaler Literatur Biennale folgen weitere hochkarätige Autorinnen und Autoren der Einladung des Festivals: u.a. Wolf Biermann und Ulrike Draesener.

Wuppertal, 15.05.2018 - Auch eine Lesung am besonderen Ort lässt viel erwarten: eine Gruppe von Wuppertaler Autoren präsentiert „Schönreden“ im Kasino des Finanzamts Elberfeld. Karten sind für alle Veranstaltungen an den Abendkassen erhältlich.

„Schönreden“ ist die kleine Schwester der Lüge. Beinahe zu Lügen, in dem etwas schöner geredet wird, als es ist. Man sagt nicht die Unwahrheit, aber die Wahrheit so, dass sie einen besser dastehen lässt. Nicht nur Steuererklärungen, fast jede Lebenslage kann dazu verleiten, oder nötigen. Ort des Schönredens ist das Kasino des Finanzamts Elberfeld, sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen. Mit den in Wuppertal lebenden Autorinnen und Autoren Falk Andreas Funke, Christiane Gibiec, Dieter Jandt, Dorothea Müller, Safeta Obhodjas und Wolf von Wedel, am Mittwoch, 16. Mai um 18:00 Uhr im Finanzamt Elberfeld, Kasinostraße 12.

In seiner spannenden wie humorvollen Autobiografie beschreibt Wolf Biermann die untergegangene DDR als einen Staat, der die Lüge zur Doktrin erhoben hat, seinen Bürgern zutiefst misstraut und die Gesellschaft mit einem flächendeckenden Netz aus Denunzianten überzieht. Seine Stasi-Akte weist mehr als siebzig Spitzel auf, die auf ihn angesetzt waren, nicht wenige entstammen seinem engsten Freundeskreis. Am Donnerstag, 17. Mai, 19:30 Uhr im Barmer Bahnhof, Winklerstraße 2.

Drei Dichter, drei Positionen. Bei allen Unterschieden werden die Lesungen und Gespräche von Ulrike Draesener, Arne Rautenberg und Christopher Ecker daher so etwas wie eine literarische Wahlverwandtschaft erkennen lassen. Auch geben sie einen Einblick darin, was zeitgenössische, "frei Blitzende" Lyrik (so Rautenberg einmal über Draesner) leisten kann. Und mit wieviel Genuss sie zu erleben ist. Am Donnerstag, 17. Mai um 19:30 Uhr im TalTonTheater, Wiesenstraße 118.

Jonas Lüscher versucht sich an der besten aller Antworten. Sein Protagonist stellt sich einer wissenschaftlichen Preisfrage und stößt damit an seine psychischen und intellektuellen Grenzen: „Warum alles, was ist, gut ist und warum wir es dennoch verbessern können“. Lüscher und auch „Kraft“, sein Protagonist, versuchen es mit einer literarischen Beweisführung. Moderation Hubert Winkels. Am Donnerstag, 17. Mai um 19:30 Uhr im Katholischen Stadthaus, Laurentiusstraße 7.

Die Wuppertaler Literatur Biennale

Veranstaltet wird die Biennale vom Kulturbüro der Stadt Wuppertal gemeinsam mit Literaturverbänden der Region, der Bergischen Universität Wuppertal, dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal, der Stadtbibliothek, dem Kommunikationszentrum die börse und dem Schauspiel Wuppertal.

Förderer und Unterstützer
Möglich wird das Festival vor allem durch die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, die dem Projekt als Hauptförderer zur Seite stehen. Weitere Förderer sind die Jackstädt Stiftung, die Stadtsparkasse Wuppertal und die Firma Knipex.

WDR3 Kulturpartner unterstützt die Wuppertaler Literatur Biennale seit 2012.
Veranstalter ist das Kulturbüro der Stadt Wuppertal. Web: http://www.wuppertaler-literatur-biennale.de (RE)

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