Dr. Antje Birthälmer, stellv. Direktorin des von der Heydt-Museums, erklärt die Werke von Jakub "Jankel" Adler Dr. Antje Birthälmer, stellv. Direktorin des von der Heydt-Museums, erklärt die Werke von Jakub "Jankel" Adler Foto: Ralf Silberkuhl

Jankel Adler: Aus der Vergessenheit ins Licht

Ab dem 17.04. ist im Wuppertaler Von der Heydt-Museum die Ausstellung "Jankel Adler und die Avantgarde" zu sehen.

Wuppertaler, 14.04.2018 - Der Künstler Jakub (gerufen Jankel) Adler (1895-1949) verkehrte zu seiner Zeit u.a. auf Augenhöhe mit großen Künstlern wie Otto Dix, Marc Chagall, Pablo Picasso. In der Zwiswchenzeit war er eher in Vergessenheit geraten. Schuld daran könnte unter anderem die Beschlagnahmung und bzw. oder Zerstörung vieler seiner Werke durch die Nationalsozialisten sein, die ihn, einen polnischen Juden, als 'verdächtigen Ausländer‘ abstempelten.

Adler war 1909 das erste Mal im Rheinland und ist immer wieder zurückgekehrt. Im März 1916 begann er ein Studium an der Kunstgewerbeschule bei Gustav Wiethüchter, er wohnte zu dieser Zeit in Barmen. Nach seinem Tod am 25.04.1949 in England, überlies seine Tochter Nina Adler - vermutlich weil ihr Vater eine zeitlang Wahl-Wuppertaler war - u.a. einige seiner Briefe dem Von der Heydt-Museum.

Jankel Adler gilt als einer der Künstler, die in ihrer Zeit entscheidend für die Entwicklung der Kunst waren. Adler hatte ein besonderes künstlerisches Interesse an Katzen, in einigen seiner Arbeiten verewigt er diese eigenständigen, freiheitsliebenden und anarchischen Wesen.

Seine Werke sind meist abstrakt und haben einen geheimnisvollen Schimmer. Die Ausstellung, die seit 30 Jahren die erste Retrospektive zu Jankel Adler ist, zeigt Werke aus seinem ganzen Schaffen und der wechselseitigen Beeinflussung zwischen ihm und seinen berühmten Freunden.

Die Ausstellung "Jankel Adler und die Avantgarde" läuft bis zu 12.08.2018

Infos:

www.von-der-heydt-museum.de

www.jankel-adler-ausstellung.de

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
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