Uraufführung: Szenisches Hörspiel "Lysistrata" in Müllers Marionetten-Theater

Am 23. Februar 2018 um 19.30 Uhr steht mit der Uraufführung des heiteren wie brisanten Szenischen Hörspiels „Lysistrata“ erneut ein politisches Stück auf dem Programm von Müllers Marionetten-Theater. Mit professionellen Sprechern erzählt das eigens hierfür aufgenommene Hörspiel Aristophanes Geschichte von Krieg und Gewalt, aber vor allem auch die des klugen und friedvollen Aufstandes der Kriegerfrauen gegen ihre eigene Unterdrückung.

Wuppertal, 11. Januar 2018 - Wie anders, als mit ungezogenem Humor, soll man dem Elend und der Verzweiflung im aktuellen Zeitgeschehen begegnen, um den Mensch wachzurütteln und ihm den Spiegel vorzuhalten? In der Inszenierung werden diesmal keine Marionetten aktiv, sondern die Bildenden Künstler Ursula Weißenborn und Markus Welz, die Szenen, Figuren und Schauplätze vor den Augen der Zuschauer an den Wänden des Theaters in Teilimprovisation entstehen lassen.

Mit „Lysistrata“ haben sich Ursula und Günther Weißenborn für ein zweitausend Jahre altes griechisches Lustspiel entschieden, das schon damals einen von Hass und Gewalt geprägten Kriegsschauplatz in einen Utopos umwandelt, einen Ort, an dem es möglich ist, in Frieden und Liebe miteinander umzugehen – und zwar durch Liebesentzug! In dieser tolldreisten Geschichte sind es die Frauen, die den Krieg gewinnen, indem sie ihren barbarischen Gatten die körperliche Liebe verweigern und damit – allen voran ihre Anführerin Lysistrata – als Friedensstifterinnen in die Literaturgeschichte eingehen.

Das Szenische Hörspiel ist nicht mit Marionetten auf der Bühne inszeniert. Vor den Augen des Publikums entwickeln die Künstler Ursula Weißenborn und Markus Welz – improvisiert und live durch das Gehörte inspiriert – Bilder und Szenen des Stückes an den Wänden des gesamten Zuschauerraums in Müllers Marionetten-Theater.

Ursula Weißenborn ist Puppenspielerin, Figurenbauerin und freischaffende Künstlerin. Sie lernte im Marionetten-Theater Fritz Fey in Lübeck, bildete sich im Atelierstudium bei Prof. Eva Schoofs-Kentner in Wuppertal und arbeitete mit den Künstlern Christina Zurfluh und Norbert Bisky an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg. Gemeinsam mit ihrem Mann führt sie seit 35 Jahren Müllers Marionetten-Theater in Wuppertal.

Markus Welz ist der „Kunstfänger“. Er studierte Schauspielerei, Malerei und Bildhauerei und bildete sich am Figurentheaterkolleg in Bochum als Puppenspieler aus. Seither spielt der 45-Jährige eigene Stücke mit Handpuppen. Seit letztem Jahr ist der Künstler von Müllers Marionetten-Theater für die Aufführung der mobilen Stücke DER KLEINE PIRAT UND DIE VERZAUBERTE PRINZESSIN und DER GESTIEFELTE KATER in Kindergärten und Grundschulen engagiert. Informationen zur Person unter www.derkunstfaenger.de

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