Der Herd als Gefahrenherd Grafik: Benedikt Bergenthal

Der Herd als Gefahrenherd

Eine echte Premiere. Markus von Blomberg, Wuppertal-Botschafter, ehemaliger Persönlich haftender Gesellschafter von Vorwerk und jetziger Geschäftsführer der Mello GmbH, stellt regelmässig in seiner Kolumne "START ME UP" interessante Wuppertaler Start ups vor. 

Aus unserer Januar-Print-Ausgabe - Wuppertal, 10.01.2018 - Wuppertal ist innovativ. So wie vor 150 Jahren die Gründerzeit das Bergische Land zur Blüte brachte, sind heute wieder zahlreiche Gründerunternehmen in der Stadt aktiv. Startup heisst das nun, gemeint ist aber das selbe wie damals: Neue Unternehmen gründen, kreativ sein, Arbeitsplätze schaffen.

In seiner Rubrik stellt der bekennende Wuppertaler und Botschafter seiner Stadt, Markus von Blomberg, regelmäßig Neugründungen vor. Wie kann es sein, dass immer noch rd. 20 % der Haus- u. Wohnungsbrände vom Herd ausgelöst werden? Wie kann man verhindern, dass Brände durch Vergesslichkeit oder falsche Handhabe - mit bösen Folgen für Mensch und Vermögen - entstehen?

Derartige Fragen sind typisch für die Geburtsstunde von Startup-Unternehmen. Weniger typisch ist, dass der Geschäftsführer und Gesellschafter des jungen Unternehmens über 70 Jahre alt ist. „Mich ärgert einfach, wenn die Leute darüber reden, dass etwas geschehen muss, aber es dann nicht anpacken und umsetzen“ begründet der Wuppertaler Maximilian Wolff sein Engagement.

Drei Jahre hat das Kompetenz-Team um M. Wolff getüftelt und das Produkt zu Ende entwickelt: eine automatisierte Herdüberwachung! Das Ziel war klar, aber es war ein langer Weg, bis ein solches System endlich technisch ausgereift und verkaufsfähig war. Das lag besonders daran, dass zur Überwachung des Herdes nicht nur die Temperatur gemessen werden sollte, sondern auch die Anwesenheit des Nutzers vor dem Herd erkannt und – fast das Wichtigste – das Auftreten von Rauch detektiert werden sollte. Vernetzt sind die drei Komponenten des Systems per Funk, so dass nicht aufwendig Kabel verlegt werden müssen. Eine insgesamt sehr komplexe Aufgabe, die anspruchsvolles Hard- u. Software-Knowhow erforderte.

Für den Nutzer ganz wichtig ist es, dass er sich um die komplexe Sensorik des Systems keine Gedanken zu machen braucht. Wenn eine gefährliche Situation erkannt wird, erfolgt ein Voralarm zur Warnung. Telefoniert man nun z.B. lieber weiter mit der Freundin, statt auf den Herd aufzupassen, wird dieser automatisch abgeschaltet. Gefahr gebannt.

M.Wolff und sein Team haben sich durchgebissen, verlässliche Partner gewonnen und so das System zum Schutz vor Küchenbränden auf die Beine gestellt. Nun ist das Team stolz darauf, die Wuppertaler Innovations-Szene mit dem Herdüberwachungssystem SSM200 zu bereichern.

Jetzt gilt es, das System bekannt zu machen und ganz viele mögliche Interessengruppen darauf anzusprechen. M. Wolff sieht hier insbesondere die Angehörigen von ‚nicht mehr so fitten Menschen‘, die sich einfach Sorgen machen, dann die Pflegeheime mit betreutem Wohnen, die Architekten und Planer von barrierefreiem Wohnen, moderne Küchenstudios, Küchenhersteller und –planer…
Die ersten Verkaufserfolge machen Mut und sind ein Ansporn: ein typisches Wuppertaler Startup mit gar nicht typischem Team auf dem Weg zum Markterfolg.

Für Neugierige:
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