Der Elberfelder Bahnhof um 1885. Ich diesen äußerlichen Zustand soll das Gebäude nach Überzeugung der Initiative Baudenkmal Döppersberg wieder versetzt werden Der Elberfelder Bahnhof um 1885. Ich diesen äußerlichen Zustand soll das Gebäude nach Überzeugung der Initiative Baudenkmal Döppersberg wieder versetzt werden Foto: Initiative Baudenkmal Döppersberg

Initiative Baudenkmal Döppersberg gibt nicht auf!

Die Initiative Baudenkmal Döppersberg, die für die ursprünglichen Rundbogenfenster in der Fassade des historischen Bahnhofsgebäudes kämpft, gibt sich trotz eines gültigen Ratsbeschlusses noch nicht geschlagen, sondern richtet einen offenen Brief an das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland.

Wuppertal, 14.11.2017 -  Dr. Florian Baltzer, Sprecher der Initiative Baudenkmal Döppersberg, schreibt:

"Sehr geehrte Frau Dr. Pufke, sehr geehrte Frau Dr. Euskirchen, sehr geehrter Herr Dr. Thiel,

Sie erhalten Fotos über ein gelungenes Beispiel des 'Interpretierenden Denkmalschutzes‘ in Wuppertal, das gegenwärtig - zum großen Teil auch durch Ihre sachverständige Begleitung - realisiert wird. Es handelt sich um die Fassadensanierung des historischen Bahnhofsgebäudes am Döppersberg, dem ältesten Bahnhofsgebäude in Deutschland.

Zur inhaltlichen Überprüfung der Grundsätze des von Ihnen betriebenen Umganges mit dem historischen Bahnhofsgebäude haben wir uns die Beschreibung Ihrer Aufgaben auf der Internetseite des LVR-Amtes einmal näher angesehen.
Zwei Auszüge daraus mit Beschreibung Ihrer Statuten finden Sie ganz unten angehängt. Dort werden Ihre „Aufgaben“ und Ihre "Begleitung von Planungen und Bauvorhaben am Denkmal" ausführlich beschrieben. Wir möchten Sie bitten, sich noch einmal ganz besonders mit den Inhalten der rot unterstrichenen Zeilen vertraut zu machen, gerade auch im Hinblick auf die geglückte Behandlung des Bahnhofsgebäudes.

Wir sind sehr gespannt darauf, wie Sie das Beispiel der Fassadengestaltung des historischen Bahnhofsgebäudes nach Fertigstellung unter der Rubrik der Vorzeigeprojekte oder etwa auch in Ihrer Schriftenreihe 'Bau- und Kunstdenkmäler von Nordrhein-Westfalen' veröffentlichen werden. Die bisherigen Ergebnisse der Fassadensanierung sind vielversprechend für Veröffentlichungen und werden auch überregional anerkennende Beachtung finden.

Inhaltlich passend zum vorliegenden Ergebnis und zu den Beschreibungen Ihrer Arbeit und Aufgaben soll hier auch das Zitat des ehemaligen Ministerpräsidenten von NRW und Bundespräsidenten Johannes Rau, von 2003 (auf der Internetseite der Bundespräsidenten) angeführt werden:

"Baudenkmäler und ganze Ensembles, historische Stadtkerne und neu genutzte Bauten der Industriegeschichte tragen zu Urbanität und Lebensqualität in unseren Städten bei. (...) In Zeiten einer Flexibilisierung, die viele zu entwurzeln droht, schafft Denkmalpflege Heimat, sie schafft Verbundenheit und Identität. (...). Denkmalpflege öffnet die Augen für das Erbe und das Unverwechselbare unserer Kultur.

 Die 'Initiative Baudenkmal Döppersberg' sieht der einfühlsamen Vollendung des Fassadensanierung, insbesonders auch der Fassadenseite auf Gleis 1, mit freudiger Erwartung entgegen. Wir wünschen Ihnen bei der denkmalpflegerischen Begleitung des Projekts im Sinne Ihrer Statuten und des 'Interpretierenden Denkmalschutzes‘ weiterhin viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Florian Baltzer

Sprecher der Initiative Baudenkmal Döppersberg

Weitere Infos finden Sie unter www.grosserbahnhofwuppertal.de

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
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