Wuppertalerin rettet türkisches Katzen-Baby Grafik: Benedikt Bergenthal

Wuppertalerin rettet türkisches Katzen-Baby

Redaktions-Kater und Kolumnist Paulchen setzt sich in seiner tiersichen Kolumne "Paulchen zeigt Krallen" vehement für in Not geratene Zwei- und Vierbeiner ein.

Aus unserer Februar-Print-Ausgabe  -Wuppertal, 12.02.2018 - "Tierquälerei gibt es überall auf dieser Welt. Da werden beispielsweise von Autobauern arme Affen für Diesel-Abgastests malträtiert. Hoffentlich haben die Kumpel das gut überstanden. Aber es gibt zum Glück auch echte Tierfreunde auf der Welt. Natürlich auch in Wuppertal. Eine Geschichte hat mich zu Krokodilstränen gerührt. Eine Sportsfreundin meines Frauchens entdeckte während eines Türkei-Urlaubs ein winziges Katzenbaby im Gebüsch. Das Kitten stützte sich mit seinem Köpfchen verzweifelt an einer Hauswand ab. Es war hungrig und total schwach. Die Mutter des Kätzchens war wohl überfahren worden.

Viele Urlauber sahen den hilflosen, ausgemergelten Mini-Kater und fanden ihn total süß. Aber niemand half ihm. Ganz anders die Wuppertaler Tierfreundin. Sie hob das Tierchen, das bereits zu schwach zum schnurren war, vorsichtig hoch, heuerte einen Hotel-Kellner als Dolmetscher an und brachte das Katzen-Baby zum Tierarzt. Der päppelte den kleinen Kater über eine Woche lang auf. Die Tierfreundin besuchte ihren neuen Liebling jeden Tag. Für die Wuppertalerin war klar: „Den Kater nehme ich mit nach Deutschland.“

Leichter gesagt, als getan. Als der kleine Kater-Mann transportfähig war, besorgte sie ein Beautycase und funktionierte dieses mit Luftlöchern und -schläuchen zur Katzen-Box um. Der kleine Kater erhielt ein Beruhigungsmittel, um den Flug schadlos und unbemerkt zu überstehen. Es kam aber wie es kommen musste - Klein-Catino wachte während des Fluges auf und begann vor Schreck zu maunzen. Es dauerte nicht lange, da hatten die Stewardessen den süßen, blinden Passagier entdeckt. Vor Rührung waren sie hin und weg. Und sie hielten dicht. Mit vereinten Kräften brachte man den Babykater wieder zum Schlummern und er kam wohlbehalten am Düsseldorfer Flughafen an.

Doch die Reise hatte den kleinen Kerl doch sehr mitgenommen. Er schwebte nach der Ankunft in Lebensgefahr. Frauchen brachte ihn sofort zu einem Nottierarzt. Doch der riet der Wuppertaler Tierfreundin, das Katerchen einschläfern zu lassen, weil „der kleine Krüppel ihr sowieso keine Freude bereiten würde.“ Frauchen war total erschüttert. Von wegen einschläfern! Sie nahm den kleinen Mann mit nach Hause. Inzwischen hat der Kater aus der Türkei 13 Jahre auf dem Buckel und fühlt sich immer noch pudelwohl. Zum Glück gibt es so wundervolle Menschen, wie unsere Wuppertaler Tierfreundin. Mein Dank an die Katzenmama!"

Bis bald

Euer Paulchen

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