Bergische Uni-Idylle Bergische Uni-Idylle Foto: Bergische Universität

Wuppertal hat sich zur Studentenstadt entwickelt

Wuppertal hat sich zu einer Studentenstadt entwickelt. Großen Anteil daran hat Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, mehrfach als "Uni-Rektor des Jahres" ausgezeichnet.

Aus unserer Mai-Print-Ausgabe - Wuppertal, 11.05.2018 - Wuppertal ist Universitätsstadt. Während das für die hier lebenden Menschen völlig selbstverständlich ist, hat sich dieses Bild in den Köpfen der restlichen Bevölkerung erst in den vergangenen Jahren langsam gefestigt. Heute genießt die Bergische Universität Wuppertal in einigen Bereichen nicht nur einen guten, sondern einen ausgezeichneten Ruf. Dass sich das Bild so sehr gewandelt hat, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, der mit seinem unermüdlichen Engagement und seinem Weitblick dafür sorgt, die Uni zu entwickeln und zu positionieren.

Universitätsstadt zu sein klingt zwar gut, kann auch ein Qualitätssiegel zu sein, bedeutet faktisch aber erst einmal nichts mehr, als überhaupt eine Universität zu besitzen. Entscheidend ist, welchen Einfluss die Studenten auf das städtische Leben nehmen, wie sie die Stadt mitgestalten und das lokale Leben prägen.

Schaut man auf die nackten Zahlen, sind diese durchaus beeindruckend: Seit der Gründung 1972 sind aus den anfangs 3.473 Studenten inzwischen mehr als 22.000 geworden. Und sogar noch im Wintersemester 2012/13 lag ihre Zahl bei „nur“ 17.657. Doch trotz aller Neubauten gerät die Uni selbst mit diesen Zahlen langsam aber sicher an ihre Grenzen.

Längst hat Prof. Dr. Lambert T. Koch daher einen anderen Weg eingeschlagen. Er gehe davon aus, dass die Universität in den kommenden Jahren eher qualitativ als quantitativ wachsen werde, sagte er erst jüngst Ende Februar bei einem Entscheidertreffen des Vereins wuppertalaktiv! „Wir haben es geschafft, selbstbewusster zu werden, aber da sind wir noch nicht am Ziel. Wir sind bei den Studenten attraktiver geworden und haben ein interessanteres Studienprogramm, aber auch da können und werden wir noch mehr tun.“

Spuren hinterlassen die Studenten zweifelsohne jetzt bereits. Es gibt die typischen Studentenpartys, Studentenvereinigungen, abends – vor allem im Sommer – ist das Luisenviertel voll mit jungen Menschen, von denen man viele in der Woche auf dem Campus sieht. Dass das so ist, liegt auch daran, dass immer mehr von ihnen tatsächlich in Wuppertal wohnen.

War die Uni in der Vergangenheit eher eine Pendler-Universität, so hat sich das inzwischen geändert. Zwar nicht grundlegend, aber zumindest ein bisschen: „Im Wintersemester 16/17 haben 5.559 Studierende Wuppertal als ihren Semesterwohnort angegeben, im Wintersemester 17/18 – also ein Jahr später – waren es bereits 7.027“, sagt Stefanie Bergel von der Pressestelle der Universität.

Dass die Studierenden Wuppertal nicht nur als Lern- sondern auch als Wohnort schätzen, liegt nicht allein an den im Vergleich zum Umland günstigen beziehungsweise günstigeren Mieten. Denn auch das Umfeld und die Infrastruktur in der Stadt haben sich verändert. Ein schönes Beispiel ist der Inkubator W-tec. Das bereits 1992 gegründete Technologiezentrum mit rund 260 ansässigen Unternehmen, kleinen sowie günstigen Büros und umfangreichen Beratungs- und Kooperationsmöglichkeiten vor Ort ist wie geschaffen für Start-ups – und damit auch für Studenten, die ihr gelerntes Wissen praktisch anwenden und selbst gründen möchten.

Dieses wachsende Interesse registriert auch Dr. Peter Jonk, Leiter UniService Transfer, der mit seinem Team pro Jahr 40 bis 50 Gründungsberatungen durchführt. Viele Studenten würden nach ihrem Abschluss bei Unternehmen aus der Region landen, lautet sein Fazit. Walbusch oder Vorwerk nennt er als Beispiele.

Und auch wenn es dazu leider keine konkreten, belastbaren Zahlen gibt, ebenso wenig wie irgendwer nachhält, wie viele Studenten tatsächlich Wuppertal als Wohnort beibehalten, so steht doch fest: Nicht erst seit bemerkenswerten Initiativen, wie etwa dem, was rund um den Mirker Bahnhof entsteht, haben viele Wuppertaler das Gefühl, dass die Studenten inzwischen einen wichtigen Teil dieser Stadt ausmachen. Und dieses Gefühl trügt nicht – zum Glück.

Text: Jan Filipzik

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